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Die Entscheidung für eine Route war am Vortag relativ schnell gefallen. Die Wettervorhersage war bis etwa 11 Uhr ziemlich durchwachsen. Ab dann sollte es zwar trocken sein, aber von blauem Himmel war keine Rede. Da wir nicht noch einen „Eingewöhnungstag“ machen wollten, wählen wir die Strecke anhand des höchsten Punktes aus. Je höher die Pässe umso mehr Zeit verbringen wir ggf. in den Wolken. Wir entscheiden uns für die Runde durch die Uina Schlucht nach Scoul und durch das S-Charl Tal zurück. Wir hatten so zwei Pässe mit jeweils „nur“ ca 2300m.

Als wir am Morgen aus dem Fenster sahen, war die Sicht tatsächlich noch schlechter als am Tag zuvor. Nicht mal der Kirchturm auf der anderen Straßenseite war zu sehen und es regnete recht kräftig. Wir ließen uns also Zeit mit dem vorbereiten der Tour und fuhren mit dem Auto gegen 10:15 los zum Startpunkt. Nach etwas suchen fanden wir direkt an der Strasse in Mals einen Parkplatz. Beim aussteigen aus dem Auto hat es gerade aufgehört zu regnen. Um kurz nach 11 Uhr starteten wir auf einen kleinen Strasse hinauf nach Lutaschg.

Da das einzige lange Trikot leider noch nass war, musste ich mit Windweste und kurzem Trikot starten. Bereits nach 10 Minuten war ich froh, dass ich nicht mehr an hatte. Bei der hohen Luftfeutigkeit und fast 18 Grad dauert es nicht lange bis die Klamotten nass waren.. Weste und Armlinge hatte ich schon lange im Rucksack verstaut.

Schotterstrasse Lutaschg

Gleichmässig den Berg hinauf

Die Strasse zog sich gleichmäßig steil den Berg hinauf. Wir wechselten irgendwann auf eine Schotterstrasse bis wir Lutaschg erreichten. Bis hierhin hatten wir noch niemanden getroffen. Wenn wir den Berg hinaus sahen konnten wir immer nur eine große Nebelwand sehen. Es war nur eine frage der Zeit bis wir komplett in die Wolken kamen. Auch im Ort war kaum betrieb. Kurz hinter dem Ort trafen wir zum ersten mal auf eine Gruppe von Wanderern die gerade im Nebel umgedreht hatten.

Ich hatte eine grobe Vorstellung von der Strecke. Durch den dichten Nebel und der geringen Sichtweite, konnte ich aber nicht viel von dem sehen was sich um uns herum tat. Als der Weg immer Steiler wurde, war mit klar dass gleich das Schiebestück kommt. Ich wusste dass der Weg so steil wird, dass man nicht mehr fahren kann. Wir hatten ein zügiges Tempo drauf, so dass uns auch beim Schieben nicht kalt wurde. Etwas später hörte ich den Wasserfall links von uns. Ich wusste von hier ist es nicht mehr weit bis zum Pass. Sehen konnten wir diesen aber leider nicht.

Schiebepassagen Uina Schlucht

Da links muss irgendwo der Wasserfall sein

Erst kurz vor der Passhöhe begegneten uns die ersten Mountainbiker. Wir waren entgegengesetzt zur üblichen Transalp Richtung unterwegs. Die meisten Mountainbiker waren hier in den Weste-Ost Richtung unterwegs. Als wir im dichten Nebel an der Hütte vorbei fuhren konnte ich etwa 10 Mountainbikes an der Hütte sehen. Sie alle werden heute Morgen in der Schweiz aufgebrochen sein um durch die Uina Schlucht ins Vinschgau zu fahren. Ein Fahrer der uns entgegen kam erzählte dass in der Schweiz gutes Wetter ist und es nicht mehr weit sei bis wir aus den Wolken heraus kommen.

Der Weg führte erst relativ eben weiter. Es war ein Pfad durch Wiesen der hier und da mit Steinen gespickt war. Nie Steil und gut zu fahren. Es bremsten einen eher die großen Pfützen als die technischen Anforderungen. Erst als wir merkten dass es nun deutlicher den Berg runter ging, zogen wir uns die Jacken über. Bis hierher war es trotz 10 Grad kein Problem in Kurz/Kurz zu fahren. Ein gleichmäßiges Tempo ohne Pausen stellte sicher, dass es nie kalt wurde.

Neblich und nass aber fahrbar

Neblich und nass aber fahrbar

Ein bisschen Brücken posen

Ein bisschen Brücken posen

Auch wenn der Nebel noch nicht verschwunden war, so wurde die Sicht relativ schnell besser. Als wir über eine große etwas flachere Wiese fuhren, wurde es hinter dem Nebel immer dunkler. Wir erreichten hier den Eingang zur Uina Schlucht. Links und rechts die hohen Felsen und dazwischen die schmale Schlucht mit seinem bekannten Pfad in der Wand.

Einfahrt in die Unia Schlucht

Einfahrt in die Unia Schlucht

In der Schlucht selbst muss man das Mountainbike schieben. Ein schmaler Pfad der teilweise stark ausgesetzt in den Fels geschlagen wurde zieht sich hier durch die Schlucht. Ein wirklich beeindruckender Weg. Ich bin froh das wir in dieser Richtung hier durchgefahren/geschoben haben. Wir hatten einen freien Blick in das Tal und die Mountainbiker die uns entgegen kamen mussten bergauf doch deutlich mehr arbeiten. Auch war die Zufahrt zur Schlucht sehr schön zu fahren, während auf der anderen Seite nur eine Steile Schotterstrasse als Abfahrt wartet.

Ab hier wird geschoben

Ab hier wird geschoben

Ist vielleicht auch besser mit dem Schieben.

Ist vielleicht auch besser mit dem Schieben.

Deutlich bessere Sicht als auf der anderen Seite

Deutlich bessere Sicht als auf der anderen Seite

Etwas flow am Ausgang der Schlucht

Etwas flow am Ausgang der Schlucht

Nachdem wir die Schlucht verlassen hatten, ging es erst auf einem Trail im Hang weiter bis dieser dann in eine Schotterstrasse überging und hinunter nach Sur En in der Schweiß führte. Wir stoppten kurz um die Wasserflaschen aufzufüllen bevor wir uns auf dem Radweg in Richtung Scoul auf den Weg machten.

In Scoul bogen wir ab ins S-Charl Tal. Ich bin hier schon zwei mal mit der Transalp Challenge gewesen und auch Dirk kannte die Strecke schon. Wir konnten uns so Transalp Challenge Anekdoten erzählen und uns dabei auf der nicht zu steilen Strasse das Tal hinauf arbeiten. Bei der Transalp Challenge waren wir damals bis über den Pass da Costainas gefahren. Ich hatte mich entscheiden über das S-Charl Joch zu fahren und von dort hinunter nach Taufers. Über den Costainas zu fahren hätte die Runde noch einmal länger gemacht. Der Unterschied beim abbiegen zum S-Charl Joch hätte nicht größer sein können. Waren wir erst noch auf einer Schotterstrasse die sich angenehm gleichmäßig fahren ließ, so waren wir jetzt plötzlich im ersten Gang unterwegs und bekamen die Kurbel kaum noch rum. Ich wusste dass uns einige Schiebepassagen erwarten, aber gerade nach einem schon recht langen Tag wurde es jetzt ganz schön zäh.

Gerade noch entspannt und flach, nun im ersten Gang

Gerade noch entspannt und flach, nun im ersten Gang

Jetzt reicht auch kein erster Gang mehr.

Jetzt reicht auch kein erster Gang mehr.

Unwirklich Ruhe, wir haben den Berg für uns allein.

Unwirklich Ruhe, wir haben den Berg für uns allein.

Bei dem Licht scheint das Moos auf den Steinen zu leuchten.

Bei dem Licht scheint das Moos auf den Steinen zu leuchten.

Auf der Abfahrt finden wir den Nebel wieder.

Auf der Abfahrt finden wir den Nebel wieder.

Wir waren vollkommen alleine auf dem Wanderweg unterwegs. Mal schoben wir, mal konnten wir etwas fahren und manchmal suchten wir einfach nur nach einer Wegmarkierung. Der Himmel war noch immer grau bedeckt, es war hier vollkommen Windstill und die Landschaft wurde in ein dämmriges Licht getaucht. Gegen 17 Uhr erreichten wir die Passhöhe. Wir mussten von hier noch einmal ca 100hm nach unten Tragen bevor wir erst über eine Wiese und dann auf einer Schotterstrasse zügig den Berg hinunter nach Taufers und von hier auf dem Radweg zurück zum Auto fahren konnten. Um 18:30 nach 7:15h (und 6:45 Fahrzeit, für Pause war keine Zeit), 74km und 2900hm erreichten wir das Auto.

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Releativ spontan fand sich ein Teil der 2. kivelo Generation (Zitat Paul) ein um an einem lauen Septemberabend eine Runde um den Westensee zu drehen.

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Nachdem uns heute Morgen tiefe Wolken und 10 Grad begrüßten und ich ja auch noch etwas erkältet bin, wollten wir nicht zu hoch fahren. Wir entschieden uns also für eine Tour die eigentlich erst für einen „Ruhetag“ geplant war. Der höchste Punkt lag auf 2000m, so dass wir hofften nicht zu weit in die Wolken fahren zu müssen.

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Die Tour führte uns direkt aus St. Valentino hinaus den Berg hinauf. Nach wenigen Kilometern waren die Klamotten bereits zu warm. Das Wetter war besser als erwartet und sogar etwas blauer Himmel war zu sehen. Wir kurbelten uns so bis auf 2000m hinaus zur Station der Schöneben Bergbahn. Hier ging es in den ersten Trail der neuen 3 Länder Enduro Trails. Zum größten Teil war dieser „Obere Schöneben Trail“ für uns fahrbar, ganz ohne absteigen ging es aber nicht.

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Nachdem wir es noch so gerade aus dem Trail schafften bevor ein Paar Enduro Fahrern von hinten kamen (hätte peinlich werden können). Ging es über Schotterstrasse weiter zum Grünsee.

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Irgendwie sammelten wir auf dem Stück einen Mountainbiker ein. Irgendwie hatte er wohl keine Lust mehr auf seine Frau zu warten und blieb lieber bei Dirk am Hinterrad. Nachdem er nicht mit uns sprach und ansonsten auch irgendwie komisch war, schüttelten wir ihn sicherheitshalber mit einer Tempoverschärfung ab.

Vom Grünsee zum Schwarzsee führt der 3 Länder Trail uns durch Italien, die Schweiz und Österreich. Der größte Teil war wirklich schön und es ging über Waldpfade. Am Ende fuhren wir über den Kreuzmoos Trail zurück nach Naturns. Dieser war am ehesten für uns geeignet und man fühlt sich mit XC Rädern nicht mehr ganz fehl am Platz.

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Eigentlich hatten wir nun mit einigen entspannten Kilometern entlang des Reschensees zurück zur Unterkunft gerechnet. Wir bekamen stattdessen ziemlich kräftigen Gegenwind. Wir sind ja eigentlich Wind gewöhnt, aber 15km/h auf einem Radweg ist dann doch eher ungewöhnlich.

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