Gestern war es wieder soweit: Nachdem ich mich schon kräftig auf dem Heimweg gefreut hatte, dass es schneite, dachte ich über einen schönen Abend auf dem Sofa nach. Doch ich wurde durch das Telefon aus diesem süßen Traum herausgerissen. Und wer war dran, natürlich Felix! Kurz geschnackt, die Klamotten angezogen und schon fand ich mich auf dem Rad wieder und trat in die Pedalen. Das kurze Mitleid von Anni war nur geheuchelt…Nach der üblichen Begrüßungszeremonie machten Felix und ich uns nun auf den Weg quer durch Kronshagen bis nach Ottendorf. Die Straße war sehr gut zu befahren, so dass wir in Ottendorf noch einen Abstecher über ein paar Seitenstraßen wagten. Eine ganz schlechte Idee: Das Eis lugte überall unter dem Schnee hervor und versuchte uns permanent zu Boden zu zwingen, was aber nicht gelang. Endlich waren wir wieder auf einer etwas mehr befahrenen und gesalzenen Straße und kämpften uns über Quarnbek bis nach Achterwehr vor. Hier versuchten wir nun mal einen Abstecher ins Gelände. Direkt hinter dem Friedhof bogen wir in den schmalen Trail ein. Ich war erstaunt über die guten Bodenverhältnisse und unsere Stimmung stieg sofort etwas an. Auf bekannten Pfaden tasteten wir uns vorwärts bis das Eis seinen Kampf gegen uns gewann. Wir hatten zwar keinen Bodenkontakt, mussten aber mehr als einmal aus dem Pedal. Die Entscheidung war also klar, bis zur Schule in Felde ging es noch durch das Gelände, danach wechselten wir auf die rettende Straße und ließen es wieder etwas krachen. Kurz vor Westensee testeten wir dann noch einen weiteren Trail und überlebten ihn tatsächlich.
Die weitere Strecke war nun unspektakulär, wir sabbelten über dies und das und schneller als ich dachte kam auch schon der Berg am Ortseingang von Wrohe. Ich verwickelte Felix noch schnell in ein Gespräch und so blieb sein berüchtigter Antritt an dieser Stelle aus. Wir flogen am Campingplatz vorbei und forderten im Folgenden unser Glück ein weiteres Mal heraus. Der breite Forstweg nach Hohenhude war diesmal unser Gegner. Mich ließ er allerdings in Ruhe und Felix balgte sich ein wenig mit seinen Schergen den kleinen fiesen Spurrillen. Doch auch er gewann den Kampf souverän. Ein wenig Tech-talk vertrieb uns die Langeweile bis zur endgültigen Abschiednahme vor dem ADAC-Gebäude.
Der Tacho zeigte 45,5 km und einen wetterbedingten Schnitt von 20 km/h.
Die Verspeisung des Nudelauflaufs war nur eine Formsache…
Chriz
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