Auch Felix und ich waren an diesem Wochenende nicht untätig. Am Samstag ging es für uns nach Nehms in der Nähe von Bad Segeberg zum zweiten Lauf des Nehms Cups 2006. Hierbei handelt es sich offiziell um eine leistungsorientierte Trainingsfahrt auf nicht abgesperrten Straßen. Diese Rennserie gibt es sein mehreren Jahren, zunächst war sie unter dem Namen „Kattenberg Cup“ und später als „RV-Trave Cup“durchgeführt worden.
Ich hatte ja schon am 1. Mai endlich wieder Straßenrennluft geschnuppert, Felix hingegen war nicht so wirklich begeistert vom Dackelschneider-Rad. Er wollte einfach ein bisschen unter Belastung fahren. Es sollten 4 Runden à 20,35 km gefahren werden, sodass wir eine Distanz von etwas mehr als 81 km zurücklegen sollten.
Pünktlich kamen wir in Nehms an und ich wunderte mich ein wenig, wo denn in diesem Jahr die Anmeldung versteckt war. Nach kurzer Ratlosigkeit war das aber geklärt. Schnell die Nummern am Rad befestigt und dann ging es auch schon auf die Aufwärmrunde, von der wir fast zu spät wiederkamen. Am Start standen dann doch eine ganze Menge Fahrer; in unserer „A“ Gruppe waren es ca. 45.
Schon kurz nach dem gemächlichen Start fingen die ersten Attacken an, ständig versuchten 3-4 Fahrer nach vorne wegzufahren. Das Feld ließ sie allerdings nie mehr als 400 Meter weg. Sobald die Ausreißer eingefangen waren, sackte das Tempo jedes Mal sofort einige km/h ab und keiner wollte so wirklich für die anderen arbeiten, also ging die nächste Attacke los. Felix machte seine Sache großartig und fuhr die Löcher immer wieder zu wenn es ihm zu blöd wurde. Danach ließ er sich wieder zurückfallen und versteckte sich im Feld. Leider fuhr er sich in der dritten Runde einen Platten, bei dem auch gleich die Felge beschädigt wurde. Ein sehr großer Stein bescherte ihm einen Durchschlag mit ca. 1 cm großen Schlitzen im Schlauch. Da konnte die American Classic Felge nichts dagegen setzen, sie wurde an der Flanke etwas eingedrückt und das Profil ebenfalls verformt. Zum Glück wurde er von einem Fotografen zum Start zurückgebracht.
Ich fühlte mich während des Rennens richtig gut und fuhr immer im vorderen Drittel des Feldes. Eigentlich hatte ich dann geplant zur Mitte der letzten Runde anzugreifen, falls ich genug Mitfahrer finden würde. Diesen Plan ließ ich dann aber fallen, denn das Tempo zog zum Ende hin etwas an und die Attacken wurden kürzer. Es blieb also nur der Schlussspurt, um eine gute Platzierung herauszufahren. Schon 3 km vor dem Ziel versuchte ich mich freizustrampeln, hing aber etwas zu weit hinten im Feld und musste mir erst ein Lücke suchen. Nach Links kam ich nicht durch das Feld, also versuchte ich es Rechts. Zuerst funktionierte das auch recht gut, bis einer der Konkurrenten „dicht“ machte. Den Sprint fuhr ich dann teilweise auf dem Seitenstreifen und ließ die Steinchen fliegen. In meiner Altersklasse konnte ich so den 5. Platz einfahren. Im Gesamtergebnis wurde es der 17. Platz. – Nicht wirklich zufrieden stellend, da wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen, denn ich konnte den Sprint nicht voll durchziehen. – Im Ziel hatten wir eine Fahrzeit von knapp zwei Stunden, was einem Schnitt von 41 km/h entspricht.
Am Samstag den 10.06.2006 findet der dritte Lauf der Serie über 102 km statt, hier werden Felix und ich wieder dabei sein und hoffentlich ein besseres Ergebnis einfahren.
Chriz
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