Am Wochenende nach Himmelfahrt stand für Felix und mich der 4. Focus Discover Freedom MTB-Marathon in Altenau an. Für mich war es der erste Marathon in diesem Jahr und ich konnte endlich meine Form in dieser Disziplin überprüfen.

Meine Anreise fand bereits am Mittwoch statt, so konnte ich schon ein paar Tage im Harz verbringen und mir das Elend ansehen: REGEN, jeden Tag!

Am Samstag kam dann auch Felix nach und wir rollten uns ein wenig auf der 35 km Runde des Marathons ein. Das Start-Ziel-Gelände war in diesem Jahr etwas verlegt worden und auch die Strecke sollte zum großen Teil neu sein. Wir folgten also brav der Ausschilderung. Der Start sollte auf einer alten Bahntrasse ausgeführt werden, dadurch sollte sich dann das Feld schnell sortieren. Schon kurz darauf folgte eine kleinere Schlammpassage und wir erreichten die Forstautobahn. Dabei blieb es dann auch. Die Strecke blieb unspektakulär und würde dadurch bestimmt schnell werden. Hier und da war mal ein Singletrail dabei, aber das konnte den Kurs nicht wirklich schwerer machen.

Nach der Runde sahen wir aus wie die Schornsteinfeger und duschten in der Jugendherberge. Danach ging es dann mit unseren Mädels zum Italiener, um die übliche Portion Pasta zu vertilgen. Für den Vitaminhaushalt gab es auch noch einen kleinen Salat dazu.

Am nächsten morgen rollten wir pünktlich um 9:30 Uhr auf das Start-Ziel-Gelände und verzogen uns gleich in die Startaufstellung. So einige bekannte Gesichter gesellten sich zu uns und wir machten dem einen oder anderen Scherz. Aufgrund der vielen Nachmeldungen erfolgte der Start erst 15 Minuten später als geplant. Um 10:15 Uhr ging es also los auf die erste der drei zu fahrenden 35 km Runden. Schnell bildete sich eine etwa 30 Fahrer starke Spitzengruppe inkl. dem bo-racing-team. Vorne gab Dano das Tempo vor und wir folgten artig. In der ersten Schotterabfahrt lag dann auch gleich der erste Fahrer auf der Nase, soweit ich sehen konnte blieb der Sturz allerdings ohne Folgen. Jetzt kamen zwei längere Schotteranstiege. Den ersten fuhren wir noch im Formationsflug. In der Abfahrt wurde ich dann ein wenig aus der Kurve getragen und verlor ca. 15 Meter auf die Spitzengruppe. Im nächsten Anstieg konnte ich das Loch leider nicht wieder schliessen. Auch Felix fiel gegen Ende des Anstieges zusammen mit drei weiteren Fahrern etwas zurück.

Nach etwa der Hälfte der Runde hatte ich dann 1 Minute Rückstand auf Felix, fühlte mich aber sehr gut.

Den zweiten Teil der Runde fuhr ich komplett alleine, denn ich hing genau zwischen den Gruppen. Bei der Zieldurchfahrt gab es dann eine neue Trinkflasche und die erste Geltüte landete in meinem Magen. Ich fuhr dann auf drei Fahrer auf und wir fuhren zusammen fast die gesamte zweite Runde. Zum Anfang der dritten Runde kam bei mir dann der Mann mit dem Hammer und ich glaube er hat sich für mich den größten rausgesucht. Ich nahm sofort die beiden letzten Gels und hoffte auf die Verpflegung in der Mitte der Runde, aber es half alles nichts. Ich gondelte nur so dahin und verlor viel Zeit. An der Verpflegung gab es dann auch nichts mehr zu Essen, die Veranstalter waren wohl der Flut der Nachmelder nicht gewachsen und hatten einfach zu wenig Vorrat gebunkert. Ganz toll! Mit einer frischen Trinkflasche schleppte ich mich also weiter und erreichte irgendwann mit einem Rückstand von 59 Minuten auf den Sieger Dano als 17. das Ziel.

Bei Felix lief es sehr viel besser. Durch einen Reifenschaden verlor er zwar 10 Minuten, sonst war er aber zufrieden mit dem Rennverlauf. Er hatte einen Rückstand von 35 Minuten, ohne Platten wären es also nur 25 Minuten gewesen, eine wirklich gute Leistung, welche ihm den 10. Platz und etwas Preisgeld einbrachte.

Chriz

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