Die Tour Rot nach Plön begann heute morgen etwas ärgerlich für mich. Beim Aufpumpen meines Rades durfte ich feststellen, dass das Vorderrad kaum noch Luft hatte. Ein Schleicher war die richtige Diagnose. Nach einiger Zeit und unter Mithilfe einer Pinzette war der Mini-Dorn dann auch aus dem Reifen und ich konnte quer durch Kiel zum Startort irren.Die heutige Etappe startete ein wenig ungewöhnlich mit einem Eid. Jens K., Stefan L. und ich schworen, den Schnitt heute nicht über 30 km/h kommen zu lassen und nur in der Fettverbrennung herum zu gondeln. Klar, dass diese Sache nicht klappte, oder? Zwar umgaben wir uns heute nicht mehr gleich zu Anfang mit Rennfahrern, sondern mehr mit Marathonfahrern, was eigentlich eine ruhige und geordnete Fahrt hätte gewährleisten müssen. Es fuhr also eine Gruppe vor unserem Haufen. Obwohl, fahren konnte man das zumindest im engeren Sinne nicht nennen. Ständig fuhren wir in diese Gruppe und litten unter den Tempowechseln.
Bei Km 20 fasste sich dann Thomas aus Lübeck ein Herz und fuhr an die Spitze der Gruppe. Ich folgte und wir machten eine schöne Zweierreihe auf und die Sache begann zu laufen. Allerdings nur für eine kurze Zeit, denn offensichtlich darf niemand vor einem Rennfahrer fahren. Für einen Moment wurde es denn sehr laut in der Gruppe und vier Mann wurden förmlich aus dem Feld geschmissen. Dann lief es geregelter.
Kurz vor Plön setzte sich Stefan L. ab und ließ sich erst im Ziel wieder blicken. Unsere „Aussätzigen” hatten wir dann in Plön wieder aufgefahren. Die folgende Durchfahrt durch die Fußgängerzone glich einem Spießrutenlauf, ich bin wirklich noch nie so angepöbelt worden. Ich muss noch sagen, dass wir extrem langsam und sorgfältig gefahren sind und niemandem zunahe gekommen sind. Ein Fahrer aus unserer Gruppe ist sogar vom Rad geschubst worden. Da hört der Spaß doch wohl auf. Die Streckenführung hätte allerdings auch klüger gewählt werden können.
Die Ergänzungsrunde für die 110 Kilometer führte uns ins schöne Plöner Umland. Bei Bosau verließen uns dann auch die schnellen Hirsche und wir fuhren zügig weiter über Hügel und an Seen vorüber. Eine tolle Tour. Als wir Plön wieder erreichten ließen wir die Fußgängerzone aus und verpflegten uns an einer Tanke.
Nun ging es über Kühren, Postfeld und Bramissen durch gewohntes Trainingsrevier zurück in Richtung Kiel. Die Landschaft war auch hier klasse und die Sonne strahlte warm und wohlig vor sich hin. Es zogen allerdings noch Schatten auf. Auf einem Plattenweg bei Kühren überschlug sich ein Fahrer aus Wesseln und zerstörte seinen Helm. Es folgte also eine kurze Pause, bis der Mann sich wieder gesammelt hatte. Einige andere nahmen sich seines Rades an und füllten Luft ins Vorderrad.
Der Restweg nach Kiel wurde dann zum Ausrollen genutzt. Ca. 1 km vor dem Ziel erwischte es dann Jens K.. Ein anderer Fahrer passte einen Moment nicht auf und holte Jens vom Rad. Bis auf eine leichte Verletzung an der Hand ist Jens K. aber nichts passiert.
Das Stundenmittel lag heute bei 31,7 km/h und meine Pulswerte zeigen schon deutlich in Richtung Grundlage. Schön, mal sehen was morgen auf der schwarzen Tour geht.
Jens
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