Heute kam es also zur Tour Grün von Kiel-Wik nach Eckernförde. Mit dabei war auch Thies vom Montagstreff. Mit gut 10 Minuten Verspätung fuhren wir auf die Strecke. Thies und ich wählten die vorderste Reihe, da gleich nach einem Kopfsteinpflasterstück die Hochbrücke auf der Strecke lag. Es war folglich schlau, nicht in der großen Masse, die heute allerdings etwas kleiner war als an den Tagen zuvor, durch diese kniffligen Abschnitte zu kommen.Der Weg nach Eckenförde über Felm, Osdorf, Bornstein und Altenhof führte uns durch bekanntes Trainingsgelände. Auf der Kanalnordseite hatte es deutlich mehr geregnet als auf der Kieler Seite. In einer Kurve vor Osdorf kam es dann wie es kommen musste. Die Kurve war mit Sand, Lindenblüten und Blättern bedeckt und prompt erfolgte ein Sturz, bei dem drei Mann zu Boden gingen. Unter anderem fand sich auch Hauke vom Kieler RV auf dem Boden wieder und das, obwohl er selbst unmittelbar vor diesem Zwischenfall vor der Kurve gewarnt hatte. Alle drei Mann setzten die Fahrt aber fort.

Die Geschwindigkeit ging nun in die Höhe, da viele frische Fahrer mit von der Partie waren. Es wurde demnach ein hartes Stück Arbeit. Vor Eckenförde, in Eckenförde und kurz nach Eckenförde hatte ich das Vergnügen, Löcher zufahren zu dürfen. Dann reichte es mir gewaltig, denn in Einerreihe und mit der großen 4 auf dem Tacho wollte ich nicht unbedingt durch unser Bundesland hetzen.

In Hauke und einem Fahrer aus Wesseln fand ich zwei Leute mit der gleichen Ansicht. Zusammen gingen wir auf die 110er Extrarunde, die heute wieder mal recht wellig war. Unsere Gruppe erfuhr allerdings einen steten Zuwachs, so dass wir, als wir Eckenförde das zweite Mal erreichten, 9 Mann waren. Die Führungswechsel verliefen mittelprächtig, was aber okay war, da meine Beine auch am letzten Tag der Radtourenwoche und nach dem Marathon in Wesseln noch gut waren. Auch muss man berücksichtigen, dass die Aufgefahrenen aus der ersten Gruppe gefallen waren und somit auch reichlich gezeichnet waren.

Die Fahrt durch Eckernförde versaute uns dann den Schnitt, da wohl ein Richtungspfeil flüchtig war oder wir einfach etwas blind waren, aber auch andere Gruppen irrten durch Eck-Town.

Hinter Eckernförde zog das Tempo wieder an. An einem längeren Anstieg vor Holzsee musste ich in der Führung richtig beißen. Der Kollege aus Wesseln versuchte derweil unsere etwas faulen Mitfahrer zur Arbeit zu animieren. Prompt zog auch einer der Kerle am Berg an. Ich wäre beinahe vom Rad gefallen. Der Gute musste sich von den anderen aber auch gleich eine gehörige Menge Text anhören. Bei mir war es Zeit für eine Tüte Powergel, die meine Kräfte erneuerte.

Über Gettorf und Tütendorf erreichten wir die Levensauer Hochbrücke. Hier zerfiel unsere Gruppe schließlich. Ich fuhr zügig auf dem 53er in die Steigung und provozierte so wohl etwas. Ein langer Kollege schoss förmlich an mir vorüber. Das wollte ich mir an „meiner” Brücke nicht bieten lassen und schaltete nochmals hoch. Nun flog ich vorüber und hörte ihn leise schimpfen, er zog aber mit und wir erreichten den Kulminationspunkt gemeinsam aber einsam. Ich wartete nun in der Abfahrt auf Hauke und den Kollegen aus Wesseln, der Fremde zog aber allein bis ins Ziel durch.

Der Schnitt lag heute bei 31,9 km/h.

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