Seit heute Mittag ist für mich das Bundesradsporttreffen vorbei und ich kann sagen, es hat mir eine Menge Spaß bereitet, an sechs Tagen am Start gestanden zu haben. Auf den geselligen Teil werde ich versichten, da für mich der sportliche Teil klar überwiegt.Zur letzten RTF bin ich zusammen mit meiner Freundin Maike gefahren. Klar standen dann auch nicht die 110 Kilometer im Vordergrund, sondern die 40er Distanz war angesagt. Diese kleine Runde sind wir in gemütlichem Tempo angegangen und sind so entsprechend entspannt über den Kurs gekommen. Da 40 Kilometer RTF und Scott Carbonrad in meiner Welt nicht so richtig zusammenpassen wollen, setzte ich heute etwas auf Understatement und wählte das Alu-Scott.

Viel zu früh waren Maike und ich am Start, denn gerade im Zusammenhang mit dieser RTF fiel ja des öfteren die Zahl 1.000. 1.000 Starter. Sogar die Anmeldebögen hatten wir bereits zuhause ausgefüllt, um nicht ewig in der Anmeldung zu stehen. Leider wäre dies gar nicht nötig gewesen. Ich glaube, so wenige Starter hatte keine RTF in dieser Woche. Sehr Schade für die RG-Kiel. Wenn ich schätzten sollte würde ich sagen, es waren so gut 100 Starter, die sich um 9.00 Uhr auf die 40 bzw. 70 Kilometer begaben.

Letztlich ist es mir zu teil geworden dieses Feld aus Kiel herauszuführen. Immer hinter dem Polizeiwagen hinterher durfte mich niemand bis zum Ortsausgang überholen. In Klausdorf ging es dann aber schon zur Sache. Für mich überraschend waren hier durchaus ehrgeizige Menschen am Start der kleinen Runden.

Aber wie beschlossen fuhren Maike und ich ganz ruhig. Maike sollte schließlich etwas RTF-Luft schnuppern können und nicht gleich alle Körner in den ersten Höhenmetern verschleudern. Durch Flur und Feld radelten wir in Richtung der Kontrolle in Fargau und genossen das Spitzenwetter.

An der Kontrolle war alles in Ordnung und wir haben uns eine lange Pause gegönnt. Unser Schnitt lag bis hierbei 24 km/h. So fix waren wir noch nie, offensichtlich hat das Bundesradsporttreffen auch meine Maike ein wenig beflügelt. An der Kontrolle kehrten schließlich auch die 110er ein und ich wurde von Thomas gezwungen, mich im Ziel zu einem Bier zu verabreden. Eine Last, die ich nach so einer Woche gern auf mich nahm.

Von Fargau aus radelten wir gemütlich über Schlesen, Tökendorf und Schönkirchen zurück nach Kiel. Das Profil war ähnlich leicht wellig wie bereits auf dem Weg hin zur Kontrolle. Unser Schnitt hat allerdings dann doch noch etwas gelitten und wir sind auf den 42 Kilometern noch auf 23,1 km/h gefallen. Aber das war heute voll in Ordnung.

Im Ziel gab es dann doch nur eine Cola, weil ein Erdinger ohne Umdrehungen oder eine andere Gerstenkaltschale ohne Alkohol nicht verfügbar war. Schade! Nach einigen Gesprächen mit den anderen Helden der vergangenen Woche stiegen wir zufrieden aufs Rad und rollten Heim.

Mit einer Kilometerleistung von 689 inkl. aller An- und Abfahrten hat sich dieses Radsportereignis für mich gelohnt. Wenn ich dann noch an den Marathon in Wesseln mit weiteren 214 km am letzten Sonntag denke, war meine Wochenfahrleistung doch weit im grünen Bereich. 18 RTF-Punkte gab es ja zu guter letzt auch noch.

Ich danke allen Helferinnen und Helfern für dieses Erlebnis!

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