Archiv für Juli 2006

Seit heute sind Chriz und Felix in Naturns. Und wie sang unlängst ein bekannter Barde: „Euer Weg wird kein leichter sein….“. Der gute Mann sollte recht behalten, denn die fünfte Etappe ist mit 118,85 km die längste und mit 2909 hm bestimmt auch nicht die leichteste Etappe gewesen. Felix zumindest beschrieb die Etappe als richtig hart. Über sechs Stunden lang bei 35 Grad sind er und Chriz dem Ziel entgegen gejagt. Zum Schluss zwickte dann auch das Knie von Felix, aber im Ziel war die Freude dann trotz aller Schmerzen und Anstrengungen um so größer. Es winkte ein fetter 42. Platz auf der Etappe und ein 46. in der Gesamtwertung. Mit anderen Worten – es ist nun ausschlafen angesagt, denn ein Platz im ersten Startblock ist für das bo-racing-team reserviert. Ein klasse Leistung!

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Die Tour Rot nach Plön begann heute morgen etwas ärgerlich für mich. Beim Aufpumpen meines Rades durfte ich feststellen, dass das Vorderrad kaum noch Luft hatte. Ein Schleicher war die richtige Diagnose. Nach einiger Zeit und unter Mithilfe einer Pinzette war der Mini-Dorn dann auch aus dem Reifen und ich konnte quer durch Kiel zum Startort irren.Die heutige Etappe startete ein wenig ungewöhnlich mit einem Eid. Jens K., Stefan L. und ich schworen, den Schnitt heute nicht über 30 km/h kommen zu lassen und nur in der Fettverbrennung herum zu gondeln. Klar, dass diese Sache nicht klappte, oder? Zwar umgaben wir uns heute nicht mehr gleich zu Anfang mit Rennfahrern, sondern mehr mit Marathonfahrern, was eigentlich eine ruhige und geordnete Fahrt hätte gewährleisten müssen. Es fuhr also eine Gruppe vor unserem Haufen. Obwohl, fahren konnte man das zumindest im engeren Sinne nicht nennen. Ständig fuhren wir in diese Gruppe und litten unter den Tempowechseln.

Bei Km 20 fasste sich dann Thomas aus Lübeck ein Herz und fuhr an die Spitze der Gruppe. Ich folgte und wir machten eine schöne Zweierreihe auf und die Sache begann zu laufen. Allerdings nur für eine kurze Zeit, denn offensichtlich darf niemand vor einem Rennfahrer fahren. Für einen Moment wurde es denn sehr laut in der Gruppe und vier Mann wurden förmlich aus dem Feld geschmissen. Dann lief es geregelter.

Kurz vor Plön setzte sich Stefan L. ab und ließ sich erst im Ziel wieder blicken. Unsere „Aussätzigen” hatten wir dann in Plön wieder aufgefahren. Die folgende Durchfahrt durch die Fußgängerzone glich einem Spießrutenlauf, ich bin wirklich noch nie so angepöbelt worden. Ich muss noch sagen, dass wir extrem langsam und sorgfältig gefahren sind und niemandem zunahe gekommen sind. Ein Fahrer aus unserer Gruppe ist sogar vom Rad geschubst worden. Da hört der Spaß doch wohl auf. Die Streckenführung hätte allerdings auch klüger gewählt werden können.

Die Ergänzungsrunde für die 110 Kilometer führte uns ins schöne Plöner Umland. Bei Bosau verließen uns dann auch die schnellen Hirsche und wir fuhren zügig weiter über Hügel und an Seen vorüber. Eine tolle Tour. Als wir Plön wieder erreichten ließen wir die Fußgängerzone aus und verpflegten uns an einer Tanke.

Nun ging es über Kühren, Postfeld und Bramissen durch gewohntes Trainingsrevier zurück in Richtung Kiel. Die Landschaft war auch hier klasse und die Sonne strahlte warm und wohlig vor sich hin. Es zogen allerdings noch Schatten auf. Auf einem Plattenweg bei Kühren überschlug sich ein Fahrer aus Wesseln und zerstörte seinen Helm. Es folgte also eine kurze Pause, bis der Mann sich wieder gesammelt hatte. Einige andere nahmen sich seines Rades an und füllten Luft ins Vorderrad.

Der Restweg nach Kiel wurde dann zum Ausrollen genutzt. Ca. 1 km vor dem Ziel erwischte es dann Jens K.. Ein anderer Fahrer passte einen Moment nicht auf und holte Jens vom Rad. Bis auf eine leichte Verletzung an der Hand ist Jens K. aber nichts passiert.

Das Stundenmittel lag heute bei 31,7 km/h und meine Pulswerte zeigen schon deutlich in Richtung Grundlage. Schön, mal sehen was morgen auf der schwarzen Tour geht.

Jens

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Auf dem Weg von Scoul nach Livigno waren für Felix, Chriz und den Rest der Transalpinisten 78,01 km mit 2717 hm zu überwinden. Per Mail traf hier in der Zentrale, natürlich unmittelbar nach der Etappe, die frohe Botschaft ein:

” Platz 46. Etappe / Platz 51 Gesamt / Soll erfüllt/ können morgen ausschlafen/ stehen im ersten Startblock”.

Leider kam kurze Zeit später eine weitere SMS aus den Alpen. Es gab wohl einen Fehler in der Zeiterfassung und so liegt das bo-racing-team doch “nur” auf Platz 54. Mit dem Ausschlafen wird es somit auch nichts, denn der erste Startblock ist N O C H für unsere beiden Recken verschlossen. Natürlich kann sich sowas schnell ändern.

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Nun ist es endlich soweit, die Kieler Radtorenwoche hat begonnen. Ich entschied mich heute fürs Rennrad und fuhr die erste RTF. Nach dem Marathon gestern stand eine ruhige Einheit im Grundlagenbereich auf dem Plan. Geklappt hat das leider ganz und gar nicht. Diese RTF glich zeitweise mehr einer Hetzjagd, aber das liegt wohl ganz klar an mir und meinem Umfeld.Nach einer kurzen Ansprache von Bernd Schmidt waren wir dann auch gleich auf der Strecke. Wir, das sind in diesem Fall Jens K. und ich. In einer Gruppe von schätzungsweise 10 Mann mit großer Beteiligung vom Kieler RV ging es von Anfang an mächtig zur Sache. Anscheinend waren hier die Rennfahrer unter sich und die große 4 wollte den Tacho nie verlassen. Im weiteren Verlauf wurde das Tempo allerdings ziemlich unrhythmisch. Als dann ein Schotterweg kam, wurden alle kalt erwischt und die Moral war schlagartig im Keller. Aber auch diese recht merkwürdige Passage war irgendwann vorüber und dem Gejammer um die guten neuen Reifen folgte eine weitere Tempoverschärfung.

Bei Kilometer 20 besannen Jens und ich uns aber auf unseren Grundgedanken und verließen die Gruppe, als wir Thomas aus Lübeck und dessen Gefolge auffuhren. Nun ging es gleichmäßiger bei Tempo 32 gen Lütjenburg. Recht zügig hatten wir die Kopfgruppe wieder eingefangen, obwohl dies eigentlich niemand wollte. Natürlich ging es wieder kräftig zur Sache. Als Jens an einem Anstieg antrat, fiel ich aus der Gruppe und musste erst mal ein Powergel inhalieren. In der Abfahrt erreichte ich die Gruppe aber wieder und ein Teil wollte nun langsamer fahren. Gesagt getan und dann hatten wir die schnellen Beine doch wieder aufgefahren.

Mir ruhiger Grundlage war es also aus. Auch egal, dann wird es eben lustig dachte ich mir und so wurde es dann auch. In Lütjenburg folgten reichlich Höhenmeter und derbes Pflaster, bevor wir auf die Extrarunde für die 110er Strecke fuhren. Jens K. trennte sich hier von uns und bog arbeitsbedingt auf die 70er Runde ab.

Es ist unglaublich, wie bergig dieses flache Bundesland doch sein kann. Die Gegend um Hohwacht herum hatte zumindest ein paar krasse Überraschungen parat. Die Gruppe riss folglich erneut auseinander und fand sich aber immer wieder. Ich blieb stets im hinteren Teil, denn noch hatten Thomas und ich die Hoffnung etwas ruhiger fahren zu können nicht ganz aufgegeben. Zurück in Lütjenburg enterten wir eine Tankstelle und ich konnte meinen Wasservorrat auffüllen.

Es folgte die Mauer von Lütjenburg in Gestalt eines Hammeranstiegs. Evtl. machte sich mein Marathon vom Vortag nun doch bemerkbar. Auf dem Rückweg nach Kiel zerfiel die Gruppe nun endgültig. Ich blieb bei Thomas und einem weiteren Lübecker und unser Schnitt fiel etwas. Kurz vor dem Ziel erreichten wir noch einen der Ausreißer, der nun allein am Straßenrand stand und einen Platten beheben musste. Gefangene wurden wohl nicht gemacht.

Diese 110 Kilometer spulte ich mit einem Schnitt von 32,7 km/h ab. Morgen wird es bestimmt ruhiger. Oder auch nicht.

Jens

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2620 hm stellten sich heute unserer Aussenabteilung in den Alpen entgegen. Verteilt waren diese Höhenmeter auf einer Strecke von gut 74 km von Ischgl nach Scoul. Gleich zu Beginn der Etappe ging es für das Feld der Teilnhmer richtig zur Sache, denn der zweithöchste Pass dieser Callenge wollte erklommen werden. Felix und Chriz jedoch fühlten sich mehr als gut und nahmen das Projekt Top 50 in Angriff. Mit einem 51. PLatz und lediglich 9 Minuten Rückstand auf Platz 50 wäre es auch beinahe geglückt. Der Konkurenz sei an dieser Stelle gesagt, dass es bestimmt nicht der letzte Angriff des bo-racing-teams war. In der Gesamtwertung haben Felix und Chriz jetzt Platz 56 inne.

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Von Imst ging es heute ins 76,10 km entfernte Ischgl. Dabei hatten die Transapl-Teilnehmer satte 3242 hm zu überwinden. Chriz und Felix kehrten heute auf Platz 65 ein und landeten somit in der Gesamtwertung auf Platz 61. Wie Chriz mir am Telefon gestand, war er am Ende dieser Etappe fast tot, während Herr B. (voller Name liegt der Teamleitung vor) scheinbar völlig relaxt und entspannt vom Rad stieg. Gleich zu Beginn der Etappe gab es einen langen und steilen Anstieg zur Venetalm, der es in sich hatte. Kurz vor dem Ziel in Ischgl lauerte noch der körnerfressende Talwanderweg und forderte den Fahrern noch mal alles ab.

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Yo, das war der geilste, abgefahrenste und auch flexibelste Marathon, den ich je gefahren bin. Doch wie immer schön der Reihe nach.

Das Vorspiel

Das Profil dieses Marathons wurde mir als sehr flach mit zwei heftigen Anstiegen, die fast immer unterschätzt werden, benannt. Jeder mit dem ich sprach berichtete auch von einem permanent wehenden Wind. Ein paar Änderungen am CR1 waren somit für diese Strecke erforderlich oder zumindest waren sie für meine Laune und Motivation dringend angeraten. Okay, ich bin einer von diesen Material-Fetischisten. Für Wesseln blieben meine geliebten Hochprofillaufräder im Stall und eine neue, nicht so windempfindliche Variante mit nur 22mm hoher VR-Felge kamen ans Rad. Da ich mit guten und sauberen Straßen rechnete, wählte ich einen Leichtlaufreifen von Veloflex anstelle der pannensicheren Schwalbe Stelvio. Für die Knie schraubte ich mir die längst überfälligen roten Look-Cleats anstelle der grauen Standart-Cleats unter die Radschuhe. Meine Lieblingsgelenke haben mir das größere Spiel gedankt.

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