Nun ist er gelaufen, der erste Lauf zum Hamburger Crosscup. Zusammen mit unseren Mädels, die uns wieder mal hervorragend unterstützten, machten sich die bocklosen Crossverächter (Felix und ich) auf den Weg in den fernen Wald bei Rade. Evtl. wäre es ratsamer gewesen, nicht unbedingt am Vortag noch zu einer Zeit in einer Kneipe zu sitzen, zu der kleine Rennfahrer längts seelig schlafen sollten. Sei es drum, allerdings konnten wir uns das Rennen nicht schön saufen.

Die Veranstaltung in Rade hat für mich einen ganz eigenen Reiz, denn ich finde, sie glänzt mit dem Charme der Einfachheit. Einfach einen Krankenwagen und einen Tisch in den Wald stellen und ein Crossrennen kann beginnen. Sowas finde ich gut. Natürlich gehört doch ein bisschen mehr Aufwand dazu, für dessen Bewältigung sich das bo-racung-team beim Veranstalter herzlich bedankt.

In das Rennen sind wir drei mit unterschiedlichen Voraussetztungen gegangen. Chriz nahm die Sache wohl am ernsten und belegten einen guten 7. Platz ín einem Starterfeld, in dem es an großen Namen der Region nicht mangelte.

Felix sicherte den 11. Platz, wenn unsere Zählung richtig ist. Unser Kleinster hatte allerdings so wenig Lust auf Cross wie noch nie.

Ich selbst ging nur mit dem Willen ins Rennen, ein gutes Tempotraining zu haben. Das klappte ganz gut, allerdings muss ich schon sagen, dass der Crosssport nichts für einen Kerl von meiner Statue ist. Aber ich biss mich durch und lag bis zur Schlußrunde nicht mal auf dem letzten Platz. Nach der dämlichen Tragepassage, die mir große Probleme bereitete, sah die Sache allerdings anders aus. In der letzten Runde hatte ich mich allerdings bis auf zehn Meter an meinen Vordermann herangearbeitet und ich witterte den vorletzten Platz. Ein unglaublicher Ehrgeiz durchdrang mich und ich malte es mir schon aus wie es wäre, nicht als letzter der Finisher ins Ziel zu kommen.

Doch es kam anders. Mein Teamkollege Felix schickte sich an, mich zu überrunden und rief “SCHAUFFI ACHTUNG”. Ich erschrak dermassen, dass ich in den Graben fuhr und mich überschlug. Nichts war es mit dem vorletzten Platz, was mir allerdings reichlich egal ist, denn es war halt nur ein Trainingsrennen für mich und den Spaß am Leiden hatte ich trotzdem.

Jens

Bericht von Chriz:

Das Crossrennen im Rader Forst hat zumindest bei mir schon Tradition. Vor fünf Jahren war es mein erstes Crossrennen überhaupt. Über die Platzierung schweige ich mich dann auch lieber mal aus… Seitdem war ich kontinuierlich jedes Jahr wieder dabei und seit drei Jahren werden die Platzierungen auch ganz ansehnlich.

In diesem Jahr standen nun insgesamt zehn Schleswig-Holsteiner im Rader Forst am Start und alle wollten eine gute Leistung zeigen. Nach hektischem Start und dem üblichen Gedränge in der ersten Kurve fand ich mich auf dem 10. Platz wieder. Drei Plätze weiter vorne fuhr der wohl stärkste Konkurrent aus SH, Thorben Wölki (RV-Trave). Etwas hinter mir folgte dann Felix. Der Rest der SH´ler drängelte sich im gut besetzten Mittelfeld.

In einer Vierergruppe mit Thorben, Harry Weiland (RG-Uni-Hamburg) und Dirk Fehrenz (RSC-Lüneburg) hetze ich zwei Runden um den Kurs, bis mich eine Wurzel unsanft zu fall brachte und ich zwei Plätze abgeben musste. Während der nächsten drei Runden konnte ich mich sogar bis auf den neunten Platz vorarbeiten und dann half das Glück etwas nach. Thorben hatte einen Defekt am Rad und musste sein Ersatzrad besteigen. Somit lag ich nun nach etwa der Hälfte des Rennens schon auf Platz acht.

Die nächsten Runden versuchte ich dann, ein gleichmäßig schnelles Tempo zu fahren und darauf zu achten, dass kein Konkurrent von hinten an mich heran fuhr. An zwei Stellen des Kurses konnte man einen guten Überblick über die Abstände bekommen, hier konnte ich sehen, dass der siebte Platz noch im Bereich des Möglichen war. Also zog ich die letzten vier Runden das Tempo erneut an, konnte aber nicht mehr in Schlagdistanz zu dem vor mir Fahrenden kommen.

In der letzten Runde tauchte dann auf einmal Thorben vor mir auf. Ich merkte schnell, dass dort etwas nicht in Ordnung war, da er nicht allzu schnell unterwegs war. Thorben war schwer gestürzt und hatte sowohl sich selbst, als auch sein Rad arg ramponiert. Alles Gute!

Auch mein Teamkollege Jens musste kurz vor dem Ziel noch einmal unsanft vom Rad. Auch hier gab es blaue Flecken. Er saß aber schon am nächsten Tag wieder im Sattel.

Im Ziel freute ich mich dann über den siebten Platz, einer der Konkurrenten ist wohl ausgefallen. Felix konnte den 11. Platz und Jens den 30. Platz verbuchen. Thorben landete trotz Defekt und Sturz noch auf dem 13. Rang.

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