Die Anreise erfolgte bereits am Donnerstag mit Anke Dannowski und ihrem Aquarium-Golf. Vor der Abfahrt mussten wir nämlich erstmal die Fußmatten und den Teppich auswringen, da sich das Regenwasser lieber im Auto sammelt, als außen am Auto abzulaufen. Den Zeitverlust der durch diese Aktion entstanden war hat Anke allerdings durch eine Fußmassage des Bodenbleches wieder ausgeglichen und so kamen wir in einer angemessenen Reisezeit an unserem Ziel an.

Unser Gepäck verstauten wir in der örtlichen Jugendherberge. Anke verließ uns dann leider, sie war von der Fahrt einfach zu fertig und wollte nur noch nach Dresden und in ihr Bett. Felix und ich starteten derweil eine erste Erkundungstour mit dem Radel quer durch das Erzgebirge. Nach einigen Irrfahrten kamen wir auch tatsächlich wieder an der DJH an.

Ein italienisches Restaurant suchten wir vergeblich, so was scheint es dort einfach nicht zu geben. Also machten wir es uns im „Bergglöckle“ bei deftiger Hausmannskost gemütlich.  Zurück in unserer Herberge konnte ich die Augen gerade noch bis zum Ende von Germany’s Next Topmodel offen halten.

Der Freitag begann dann mit einem leckeren Frühstück und dann trafen wir uns zum Biken mit Anke. Es ging über die tschechisch/deutsche Grenze und dann immer schön über einen Bergkamm bis zum Mückenturm. Felix schoss noch ein paar Fotos und dann radelten wir den gleichen Weg wieder zurück. Die Entscheidung, was wir zum Mittag essen wollten nahm uns glücklicherweise die Herbergsmutter ab, indem sie uns mit lecker Nudeln und Tomatensoße überraschte. Danach wurde es dann Ernst. Wir machten die Bikes klar und rollten die 4 km nach Geising, wo der erste Abschnitt der Challenge stattfinden sollte. Mit einem abstand von einer Minute wurden die Teilnehmer einzeln zu einem Gelände-Bergzeitfahren geschickt. Felix fuhr eine ordentliche Zeit und konnte sich recht weit vorne platzieren. Ich war wohl zu sehr mit dem Treten beschäftigt und verpasste irgendwo einen Abzweiger. Somit war die Zeit war im Eimer und ich konnte mich fast am Ende der Ergebnisliste wieder finden.

Das Abendessen nahmen wir wieder im „Bergglöckle“ ein.

Am Samstag stand dann der erste Marathon auf dem Programm. Per Bustransfer gelangten wir nach Lengefeld/Vorwerk, wo der Start erfolgen sollte. Der Trialweltmeister Marco Hösel hüpfte zur Entspannung vor dem Start ein wenig über Trabbis und Paletten. -War ganz lustig anzusehen.- Danach erfolgte dann der Start. Zunächst führte die Strecke über eine 8km Einführungsrunde mit Bergwertung bei der erneuten Startdurchfahrt. Hier bekamen die ersten drei Fahrer eine Prämie und die Plätze 11, 22, 33, usw. erhielten kleine Sachpreise. Für uns sprang dabei leider nichts heraus. Weiter ging es über viele Wiesen, Feldwege und schöne kleine Trails. Teilweise richtig heftig verblockt, teilweise aber auch einfach nur breite Forstautobahn. Für Felix lief es richtig gut und er arbeitete sich immer weiter nach vorne durch. Auch bei mir lief es gut bis sich einer der Teilnehmer quer vor mir auf dem Trail legte und ich mich aus Solidarität gleich dazu gesellte. Nachdem der Vorbau wieder gerade gestellt war konnte ich dann das Rennen fortsetzen. Irgendwie muss ich bei dem Sturz aber auf die Rippen geflogen sein denn der untere linke Rippenbogen fühlte sich richtig scheisse an. Später diagnostizierte mir der Doc eine Verletzung des Knorpelgewebes an dieser Stelle. Bis zur Hälfte des Rennens ging es dann eigentlich ganz ordentlich, dann warf mich meine Allergie jedoch völlig aus der Bahn. Es ging einfach gar nichts mehr und ich schleppte mich die restlichen 45km nur noch irgendwie ins Ziel.

Sonntag wollte ich nach den Erlebnissen vom Vortag eigentlich gar nicht mehr starten, entschied mich aber beim Frühstück doch für die Teilnahme am letzten Marathon. Es sollte diesmal die ersten 30km recht flach bis zum Mückenturm gehen und dann quer durch die „grüne Hölle“ in Tschechien. Felix platzierte sich wieder unter den ersten 20 der Männer und auch bei mir lief es einigermaßen.

Für Anke lief es richtig super, sie konnte den Mini-Marathon gewinnen.

Nach der Siegerehrung machten wir uns dann mit einem Umweg über Dresden auf den Heinweg. Blöd war nur, dass anscheinend auch 1.000.000 andere Autofahrer die gleiche Richtung bevorzugten. Irgendwann hinter Berlin lief es dann endlich und wir erreichten spät in der Nacht die Landeshauptstadt.

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