Archiv für August 2010 Geschrieben von Jörn in Berichte Plitsch, platsch, plitsch, platsch … irgendwann in der Nacht gabs diese Geräusche auf unserem Campingmobildach, aber wir lagen ja drinnen schön warm und trocken. Die Befürchtungen, es könnte ein nasser Tag werden, bestätigten sich nicht, aber es war stark abgekühlt und wir hatten wieder einen kalten Wind. Auf dem Berg sollten wir nicht mehr wie 16° C bekommen. Unser Abwasserfüllstandsanzeiger verriet uns 100%, also sind wir erstmal runter in die Stadt und haben den Mist entsorgt … bei der Gelegenheit dann nochmal schnell in die Innenstadt und Briefmarken u.ä. besorgt. Irgendwie war heute nicht unser entscheidungsfreudigster Tag und so dauerte es etwas, bis wir uns dazu durchringen konnten, doch noch aufs Bike zu steigen. Ich dachte ja, Anke und Felix wollten noch wandern gehen und auf irgendeinen Berg raufklettern, aber nur Pustekuchen. Eigentlich war davon schon seit Ende des Rennens die Rede, aber vielleicht haben die beiden ja auch nur Muffensausen bekommen, als sie gesehen haben, wie leichtfüßig ich am Lake Louise den Berg raufgesprintet bin . Ich wäre ja heute auch alleine Radfahren gegangen, kein Problem … . Na ja, so haben wir heute die Nordseite von Canmore unter die Räder genommen und sind vom “Cougar Creek” gestartet, haben merkwürdige Felsformationen gesehen, die sogenannten “Hoodoos”, dessen Gestein einfach langsamer verwittert als der übrige Berg. Dann hatte Anke einen Rundkurs ausgesucht, der uns bergauf an einem Golfclub vorbei führte, durch Wald und am “Stoneworks Creek” vorbei, einem momentan trockenen Flußbett, wo im Winter aber wohl jede Menge Schmelzwasser den Berg runterläuft. Dann gings den “Meander Trail” im steten Auf und Ab wieder runter, die “Ridge Traverse” entlang und den “Tibits Quarry Trail” wieder rauf. Als wir wieder so ein monströses Flußbett queren sollten, ließ uns die bis dahin ausgezeichnete Beschilderung ein wenig im Stich, so daß wir erstmal 100 Meter über die Geröllhalden nach oben gestolpert sind, bis uns ein Wanderer den richtigen Traileinstieg auf der anderen Seite verraten hat … . Der Rest war aber klasse zu fahren bzw. zu schieben … wieder durch Wald mit teilweise märchenhaftem Bodenbewuchs (Felix hatte sich nur gewundert, daß das Gras nicht anfängt zu leuchten, wenn man es berührt …) . Der “Montane Traverse Trail” führte uns dann immer am Hang entlang und später leicht abfallend wieder zu unserem Parkplatz zurück. Diese Trails werden alle von der Stadt Canmore oder der Provinz Alberta gepflegt und instand gehalten. Es stehen also an wichtigen Punkten Hinweisschilder und man kann sich einigermaßen sicher sein, bei einer Abfahrt nicht plötzlich vor metertiefen Abgründen zu stehen. Felix guckt sich gerade von innen an, weil er heute wahrscheinlich wieder zu schnell den Berg raufgefahren ist, Anke und ich bearbeiten gerade unsere EDV’en, damit man später nicht vergißt, was man in Kanada so alles erlebt hat … tja, unser letzter Tourentag geht zuende, mir hat der Urlaub super Spaß gemacht, auch die Rennwoche in der Mitte war sehr schön, weil ich mit dem Camper sehr viel der schönen Landschaft von der Straße aus gesehen habe. Als Mountainbikeurlaub könnte ich mir sehr gut vorstellen mal wieder hierher zu kommen. Alternativ kann man sich auch gut für 2 Wochen irgendwo einmieten, Tourenmöglichkeiten gibt es vor Ort in dieser Gegend eigentlich genug. Im Zweifelsfall würde ich wahrscheinlich eher Richtung Fernie was suchen … Morgen müssen wir zeitig aufstehen, weil wir zwischen 8 und 10 Uhr den Camper wieder in Calgary abgeben müssen. Bis Calgary sind es ca. 100 km Highway. So kann man sich schon mal ans frühe Aufstehen gewöhnen, Montag beginnt für uns der normale Alltag wieder …  Fotos Jörn Kommentare deaktiviert Geschrieben von Jörn in Berichte Auch heute morgen lockte die Sonne mit wärmenden Strahlen, dennoch haben wir das Frühstück nach drinnen verlegt, weil es uns draußen ein wenig zu frisch war und außerdem ein Volk Jungfliegen unseren Tisch als Spiel- und Freßplatz auserkoren hatte … kurz nach Beginn des Frühstücks kam unser Streifenhörnchen draußen über den Tisch gehuscht und hat kurz die Lage gecheckt, ob es heute was Freßbares abgreifen kann, ich hab dann aus meinem Nutellabrot eine Rosine rausgepult und ihm draußen auf den Tisch gelegt. Das Hörnchen hat seine Tischrunde auf dem Campground wohl zuerst noch beendet, kam dann aber wieder und hat die Rosine in aller Gemütsruhe vor unseren Augen weggeknabbert … Unserer eigentlichen Bestimmung nach sind wir dann wieder via Highway nach Canmore und erstmal zur Touri-Info mitten in der Stadt, weil Anke und ich noch Postkarten fertigmachen wollten, so haben wir noch welche gekauft, welche geschrieben und dann frankiert und in den roten Kasten befördert … mal schauen ob und wann die in Deutschland ankommen. Der “Highline-Trail”, welcher uns vom Bikeshop empfohlen wurde, führte uns zuerst auf der Straße am Nordic Centre vorbei und dann zur Bergstation des Wasserkraftwerkes. Von da aus ging ein Wanderweg nach oben, der sich alsbald teilte. Nach rechts hieß es “leichter – aber nicht so schön”, nach links hieß es “schwerer” – wir standen wohl ne Zeitlang etwas bräsig und unentschlossen rum (obwohl ja eigentlich klar war, daß wir den linken Weg wählen werden) als ein paar ältere Wanderer vorbeikamen, die uns von den Tücken des linken Weges erzählten. Spitze Steine, wir sollten auf unsere Reifen achtgeben, fiese Spitzkehren und hohe Stufen … ! Anke meinte nur, das würde sich bei Wanderern immer so anhören und es würde schon nicht so schlimm werden … gesagt, getan, wir also den linken Weg hoch, der sich zu Anfang noch prima treten ließ, alsbald aber immer steiniger und steiler wurde … es war also absteigen angesagt, wir bekamen aber wunderschöne Blicke aufs Tal, aufs Kraftwerk und den Speichersee und den kleinen Wasserfall … das wäre uns beim anderen Weg verwehrt geblieben. Leider wurde es danach so steil, daß man die Bikes über hohe Stufen nach oben tragen mußte … die beiden hatten mir ihren leichten Racefullies keine Probleme, ich wäre aber beim letzten Stück fast verzweifelt, weil die Treppe sehr eng war und auch noch eine Kehre machte … oben warteten schon Wanderer, die runter wollten, und bei denen ich mich erstmal entschuldigte, daß ich so lange brauchte. Anke und Felix warteten oben und waren am grinsen … Über ne helfende Hand hätte ich mich aber schon gefreut … Na, ja, weiter gehts, es war nur noch Schieben angesagt, aber der Weg war sehr schön. Als wir die Pipeline unterkreuzt hatten und in der “Bear Area” waren, ging der Weg im dichteren Wald weiter und wurde teilweise wieder fahrbar. Der anschließende “Riders of Rohan” Downhill war aber sehr steil, trotzdem größtenteils fahrbar. Wir sind dann dem Weg einfach am Hang entlang gefolgt, der “Highline-Trail” war immer sehr gut ausgeschildert und bot einige Abstecher Downhill ins Tal nach Canmore. Die Landschaft wechselte von hochalpin nach Wald mit Waldboden und Wald mit Steinboden … im Prinzip sind wir den Trail bis zum Ende gefahren und sind dann zum Schluß noch den Teil der Schlußetappe der TransRockies rückwärts gebikt, bis quasi direkt vor unsere Haustür … heute waren es ca. 25 km Trail, gefühlt war es aber das Dreifache. Die Wege hier in Kanada sind echt irgendwie anders  Morgen ist der letzte Tourentag unseres Urlaubes, hoffentlich kriegen wir noch ein paar schöne Trails unter die Stollenreifen … Fotos Jörn Kommentare deaktiviert Geschrieben von Jörn in Berichte Der heutige Tag ließ sich ganz gut an, es war zwar ziemlich kalt am frühen (8 Uhr) Morgen, aber Anke war schon früh auf und hat erstmal einen Teil des Hinterbaus und die Kurbel demontiert und gesäubert, daß sind so Arbeiten, die macht man besser in Kanada, weil in Kiel so wenig Zeit dafür ist … … die Bikes haben während der TransRockies aber auch ganz schön gelittten. Das Frühstück haben wir todesmutig in der Eiseskälte draußen eingenommen, sehr zur Freude eines kleinen Streifenhörnchens, welches zum Schluß frech über den Tisch gefegt ist und überall geschaut hat, ob nicht noch was Brauchbares zu finden ist. Als der kleine Rabauke aber mein Nutella-Rosinenbrot (Wegzehrung für den heutigen Tag) vom Tisch gefegt hat, bin ich lieber eingeschritten, bei sowas verstehe ich schließlich keinen Spaß  Als Tierfreund habe ich ihm natürlich noch ein paar Brotkrümel dagelassen … Wir sind heute wieder auf dem Highway nach Canmore ins Nordic Centre gebikt, Anke hatte erfahren, daß es dort eine MTB-Orientierungsstrecke gibt, die galt es auszuprobieren … kaum vom Highway runter erstmal die warmen Klamotten aus, mittlerweile ging es über 20° C, es sollten heute über 30° werden, und das bei leicht bewölktem Himmel  Während Anke also mit spezieller MTBO-Karte ihren Parcours abgefahren ist, sind Felix und ich einen 7 km Rundkurs abgefahren, mit so schönen Namen wie “EKG East”, “Killer Bees” oder “Nector Noodle” … 7 km komprimierter Trailspaß, tendenziell im Trail bergauf und bergab. Mittlerweile halb 2 sind wir runter in die Stadt um nach Knopfzellen für die HR-Nabe von Anke zu suchen, erste Anlaufstation war der kleine Bikeshop von gestern … Knopfzellen gabs hier zwar keine (die hat Anke zwei Läden weiter bekommen) aber freundlicherweise hat der Shopinhaber kurzerhand von einer neuen Nabe den Abschlußdeckel und Dichtungsring abmontiert, damit Anke ihre Nabe wieder komplettieren kann … eben Service am Kunden  Heute gabs den Imbiss bei MacD, anschließend gings nochmal kurz zum Hotspot und danach auf bekannten Wegen wieder zum Campground … heute bei allergutestem Wetter … Es sollte nicht unerwähnt bleiben, daß Anke und Felix heute ein Bad im Bow River probiert haben, der ja quasi direkt bei uns vor der Haustür vorbeifließt. Es war temperaturtechnisch wohl noch gerade so auszuhalten, länger als ein paar Sekunden waren die beiden aber, glaube ich, nicht drin. Ich habe als bekennender Nichtschwimmer und Warmduscher natürlich das Bad verweigert  Morgen sind wieder Trails angesagt, ich denke wir werden mal den Highline-Trail ausprobieren … Fotos Guten Abend … Jörn Kommentare deaktiviert Geschrieben von Jörn in Berichte Hätte ich mal gestern lieber nix vom Wetter erzählt, heute wars eher etwas bedeckt und zum Anfang auch kalt. Aber egal, Kanada ist kein Ponyhof … Heute war mal wieder der Antrieb von Ankes Bike an der Reihe, irgendwas lief wieder schwer bzw. gar nicht … es war wohl ein Schaltwerkröllchen, welches seinen Dienst quittieren wollte, aber nicht mit uns … Schaltwerk demontiert, Röllchen geölt und flugs wieder zusammengebaut, leider hat Anke in der Eile wohl etwas die Orientierung bei der Montage verloren, so daß die Kette einen eigenwilligen Verlauf genommen hat  Heute sind wir auf original TransRockies Spuren nach Canmore gebikt, die beiden wollten mir mal zeigen, wie und auf welchen Wegen man hier in Kanada so Rennen fährt … und ich muß sagen, für so einen Sonntagsfamilienausflug sind diese Wege eher nicht geeignet. Auf jeden Fall sind die Trails der letzten Etappe konditionell anspruchsvoll, weil auf weichem Waldboden und ständig im Auf und Ab, hinzu kommen noch kleine Senken und Wurzeln. Von einer Durchquerung eines Flusses auf TransRockies-Art habe ich dann doch lieber abgesehen, ich wollte schließlich nicht mit nassen Socken in Canmore ankommen … Erreicht haben wir Canmore am dortigen Nordic Centre, einer Anlage, wo man biken, wandern und auch Wintersport machen kann. Das Gebiet ist durchsetzt mit Pfaden, alle bezeichnet und mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden versehen … wie wir später im Ort erfahren haben, wurde hier eine halbe Million Dollar ins Wegenetz investiert … Deutschland, nimm Dir ein Beispiel … Mit viel Flow und einer heftig steilen Abfahrt sind wir am Wasserkraftwerk in Canmore angekommen und weiter in die Stadt, wir wollten schließlich noch nach Trailkarten Ausschau halten. Wir sind direkt bei “Rebound Cycles” hängengeblieben, wo wir einfach mal gefragt hatten und auch freundlich Auskunft bekamen. Man hat uns mit Trailkarten versorgt und gleich noch ein paar Tourenvorschläge eingezeichnet. Wir kamen mit Kunden und dem Shopbesitzer noch ins Gespräch, man berichtete, daß es in British Columbia weiter im Westen noch ne Ecke schönere Wege geben soll als hier … kaum zu glauben  Anke hat der Shop so gut gefallen, daß sie sich auch eine den Landessitten entsprechende Hose zugelegt hat . Und wir haben sogar das Spezialwerkzeug zum Öffnen ihrer Leistungsmeßnabe geschenkt bekommen, der Shopbesitzer hatte noch ein paar davon in der Tüte … In der Innenstadt haben wir erstmal lecker was gegessen, die beiden bestellten zünftig Burger, ich entschied mich eher für Thai Noodle Salad mit Chicken, war aber alles lecker … unseren WLAN Hotspot haben wir bei dieser Gelegenheit auch noch kurz aufgesucht und uns dann auf den Heimweg gemacht, es wurde irgendwie unangenehm kühl. Da wir jetzt eine schöne Übersichtskarte hatten, wollten wir am Bow River wieder zurück zu unserem Campground, der Einstieg war dann aber nicht so einfach zu finden, Anke mußte erstmal die richtige Brücke suchen  Der Rückweg war leider gegen den frischen Wind aber trotzdem schön zu fahren, immer am Fluß entlang, der sich hier in viele Nebenarme aufteilt und wieder zusammenfließt. Die letzten 4 km sind wir dann einfach auf der Autobahn zum Campground gefahren … … ist hier aber erlaubt. Nur die Autobahn zum Schluß zu queren war doch ein klein wenig gewöhnungsbedürftig, und ob das regelkonform ist, weiß ich nicht so genau … Zurück am Camper haben wir erstmal Ankes Nabe aufgeschraubt, es ist aber wohl kein Wasser ins Innere gelangt, sondern nur die Batterien waren korrodiert bzw. wohl schon etwas leer. Technisch funktioniert die Nabe jedenfalls wieder. Heute wurden dann am Lagerfeuer wieder Marshmallows aufgewärmt und Tagesberichte ins Netbook gehämmert. Es muß noch kurz erwähnt werden, daß Felix im Laufe des Abends unter seine Jeans noch eine lange Radhose ziehen mußte, und auch obenrum mehrere Kombinationen von wärmendem Fleece und Jacke angelegt hat … sooooo kalt wars aber jetzt eigentlich nicht wirklich  In der Hoffnung auf vernünftiges Wetter am morgigen Tag verbleiben wir … Fotos Jörn Kommentare deaktiviert Geschrieben von Jörn in Berichte Meine gestrige Androhung, mal etwas früher aufzustehen, zeigte bei Felix Wirkung, er stand sogar noch eher auf als ich selber, angeblich nur weil er kalte Füße hatte. War aber auch ziemlich kalt im Camper, ich hätte mich auch am liebsten IM Schlafsack angezogen. Wir sind dann zeitig los um rechtzeitig am Campground zu sein. Auf der Hinfahrt nach Banff hatten wir uns schon den “Bow River” Platz angesehen, der war damals aber komplett belegt gewesen. Ein paar Kilometer weiter gibts noch den “Three Sisters” Campground, den haben wir uns heute spaßeshalber angeschaut und Anke war sofort begeistert, auch weil wir einen Stellplatz direkt am Fluss bekommen haben. Wir mußten zwar noch etwas warten bis ein schätzungsweise 80 Jähriger seinen PickUp mit Wohnauflieger angekuppelt, zwei Omis eingeladen und ausgeparkt hatte, aber egal, wir hatten es ja nicht eilig  Für heute war mal ein größerer Einkauf geplant, auch weil wir noch eine Woche Urlaub hatten und bis jetzt immer so von der Hand in den Mund gelebt hatten was die Vorratshaltung anging. Nachdem wir unseren Stellplatz registriert hatten sind wir mit dem Camper nach Canmore gefahren und haben im Supermarkt erstmal den Einkaufswagen vollgepackt. Die Tatsache, daß der Markt ein offenes WLAN hatte war für Anke ein Grund, während des gesamten Einkaufs ihr Handy nicht aus der Hand zu legen … Als wir alle Vorräte im Camper so làlà verstaut hatten (ist gar nicht so einfach die Kühlschranktür aufzubekommen, wenn drei Fahrräder davorstehen), gings nochmal in die Innenstadt, auf dem Rücken und in der Hand die ganze Dreckswäsche, die wir im Waschsalon wieder in einen Zustand versetzen wollten, in dem man die Sachen auch unter zivilisierten Leuten tragen konnte … Der Waschsalon war irgendwann gefunden, die Bedienung der Industriewaschmaschinen war etwas seltsam, denn es gab nur die Temperaturbereiche kalt, warm und heiß, und auch der Unterschied zwischen Waschmittel und Bleiche mußte erstmal ergründet werden. Aber letztlich kam die Wäsche vollständig und in den richtigen Konfektionsgrößen wieder aus der Maschine raus. Mit zweimal 25 Cent haben wir die Wäsche dann noch versucht vorzutrocknen, 10 min. haben leider nicht ganz gelangt … zurück im Campground trocknet die Wäsche jetzt an selbstgebauten Wäscheleinen und auf dem Auto bzw. in der freien Natur. Den Rest des Tages haben wir entspannenderweise neben dem Camper verbracht. Ach so, das Wetter ist übrigens seit Ende der TransRockies allerbest, warm und sonnig …  Fotos Jörn Kommentare deaktiviert Geschrieben von Jörn in Berichte So, heute war Ausschlafen angesagt, bis 8.20 Uhr haben wir es ausgehalten … dann hatten wir uns den “besten legalen Trail” in der Gegend von Banff ausgesucht, dieser sollte am “Lake Minnewanka” zu finden sein. Wir sind also mit dem Camper dorthin gefahren, auf dem See selber fand übrigens gerade ein Drachenbootrennen statt und die ganze Kaimauer war schon vollgeparkt. Unsere Besorgnis, keinen Parkplatz mehr zu finden, war allerdings unbegründet, wir wurden netterweise auf einen großen Parkplatz eingewiesen, wo wir sogleich einen Busparkplatz in Beschlag nahmen. So hatten wir genug Platz um unsere Bikes startklar zu machen. Ein schönes Gefühl nach einer Woche Rennbegleitung wieder selber auf dem Bike zu sitzen … Leider mußten wir feststellen, daß unser “bester legaler Trail” wegen einer agressiven Bärin mit Jungtieren gesperrt war, bei Androhung einer Strafe von 5000,- $ für Nichtbeachtung des Verbotes. Da unsere Reisekasse schon etwas strapaziert war, beschlossen wir lieber nen anderen Weg zu nehmen, die “Cascade Fireroad”, die wir dann gefahren sind, ist allerdings nur eine breite Schotterstraße, die ca. 30 km leicht bergauf führt … wir sind ca. 7 km bis zu einer Brücke gefahren und dann einfach wieder umgekehrt … für den Anfang wars okay, die Abfahrt war zum Schluß schnell und schotterig. Unser Plan, mal kurz nach Banff in die Innenstadt und zur Touristeninfo zu fahren, gestaltete sich schwieriger als gedacht, Banff ist noch touristischer als Canmore oder Fernie, und die Touri-Info liegt mitten in der Stadt. Es war einfach unmöglich einen Parkplatz zu bekommen. Ich hab mich dann einfach in eine Entladezone gestellt, während Anke und Felix Informationen besorgt haben. Wir hätten ja vielleicht noch eine Runde mit den Bikes gedreht, aber es war schon etwas später und so beschlossen wir, lieber noch eine Kleinigkeit einzukaufen und dann zum “Lake Louise” zu fahren, einem Bergsee auf 1730 mtr. Höhe. Der “Lake Louise” ist schon seit fast 100 Jahren ein beliebter Ausflugspunkt und Motiv vieler Postkarten, Kitsch pur sozusagen … der See selbst hat eine milchig-hellblaue Färbung und im Hintergrund thront der “Mount Victoria” mit über 3400 mtr. Höhe, der mit seinem Gletscher den See speist und so für die fantastische Färbung sorgt. Der kleine graue Vogel, den wir auf einem Felsen inmitten der Touristen fotografiert haben, ist laut Reiseführer übrigens ein “Kiefernhäher”, eine auch für Ornithologen seltene Beobachtung im Banff Nationalpark. Scheinbar wußte der kleine Schreihals nicht, daß er eine seltene Beobachtung ist …  Am “Lake Louise” ist Biken übrigens nicht erlaubt, wir haben es enttäuscht zur Kenntnis genommen …  Anke und Felix hatten nach einer Woche Radfahren irgendwie Lust aufs Wandern, also sind wir noch mal kurz zum “Mirror Lake” hochgestiefelt, knapp 3 Kilometer und 300 hm Der See selbst hat leider nicht mehr so dolle gespiegelt, einfach weil er fast leer war , aber ein bißchen konnte man erahnen, warum er diesen Namen bekommen hat. Den Campground, den wir in Lake Louise (Ortschaft) angeschaut hatten, war natürlich randvoll, so sind wir später am Abend parallel zum Trans-Canada Highway auf dem kurvigen und wunderschönen Bow Valley Parkway bis zum “Protection Mountain” Campground. Es waren zwar nur noch Plätze auf dem Teil für Zelte und kleine Camper frei, aber wir haben unser Auto gerade noch so in die Lücke bekommen … für Lagerfeuer und richtiges Dinner wars aber leider schon zu spät  Unser Plan für morgen sah vor aus dem Banff Nationalpark wieder rauszufahren, und uns rechtzeitig in der Nähe von Canmore einen schönen Platz zu suchen, wo wir dann mal etwas länger bleiben. Schaun mer mal … Fotos Jörn Kommentare deaktiviert Geschrieben von Felix in Allgemein Nun hatten wir einige Tage ohne Internet und sogar auch teilweise ohne Telefonnetz. Das ist zugegebener Weise auch mal sehr nett. In der zwischenzeit ist natürlich noch einiges passier, wir haben viel erlebt. Die Berichte der Etappen 3 und 4 folgen unten. Wir sind mittlerweile in Canmore und haben die TransRockies auf Platz 4 beendet.
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