Rechtzeitig vor dem nächsten Lockdown trafen sich die kivel:o)-Veteranen im Norden von Kiel zur dritten Tour. Mit Anke, Andreas, Chriz, Felix, Lukas und dem Schreiberling war die Truppe wieder komplett. Als erstes war Chriz am Treffpunkt, ich traf kurz danach dort ein. So hatte ich Gelegenheit, den neuen fahrbaren Untersatz von Chriz zu testen, einschließlich der neuesten, technischen Errungenschaft – einer Schaltung ohne Bowdenzüge! It’s magic… funktioniert intuitiv und sehr schnell. Die Gänge sitzen im Nu und sicher… solange, bis die Batterie leer ist oder ein Mitfahrer sie (die Schaltung) während der Pinkelpause klaut… :)

Nach und nach trafen die anderen Mitfahrer ein und es konnte endlich losgehen. Führung übernahm wieder Felix, schließlich kennt er die Westenseerunde aus dem EffEff. In gewohnter Hatz ging es durchs Projensdorfer, mehrfach kreuzten sich die Wege und wurden hin und rück befahren. Danach war uns wenigstens warm und es konnte Richtung Kanal weitergehen. Es war viel los an diesem Samstag: Gefühlt wollten alle Kieler den letzten Oktobertag noch ausnutzen, vielleicht lag es aber auch nur am schönen Wetter. Ich glaube, es war Höhe Suchsdorf, wir wollten vom befestigten Weg hangaufwärts wechseln, als ich die Metallplatte mit feuchtem Laub darauf nicht als solche erkannt hatte. Resultat war ein wegrutschendes Hinterrad, dem naturgemäß das ganze Bike und auch sein Fahrer folgt… autsch! Mein Knie wechselte später noch einige Male seine Farbe und tat auch zwei Wochen später noch weh, ebenso wie die Hüfte. Aber für den Moment konnte es weitergehen; ein Indianer kennt keinen Schmerz und so… weiß gar nicht, wann mich mein treues Bike das letzte Mal abgeworfen hat… vielleicht hat es ja doch mitbekommen, daß es bald in Rente gehen und durch neuere Technik ersetzt werden soll… Aber falls es hier mitlesen sollte, sage ich ihm: Nein, Du wirst nicht abgebaut, Du bleibst so wie Du bist! Du wirst schön sauber gemacht und bekommst ein warmes, schönes Plätzchen. Die Drecksarbeit muss dann ein anderes für Dich übernehmen… :) Ab und zu, zu besonderen Anlässen, wirst aber auch Du wieder in die Natur ausgeführt! (Natürlich nur wenn es trocken ist, die Sonne scheint und die Vöglein draußen piepen…)

Höhe Landwehr ist der Fahrweg neben dem Kanal ja zu Ende, also sind wir auf den Wanderweg oberhalb des Kanals gewechselt. Dort ging es weiter bis über den Eiderzufluß und dann in den Trail zwischen Eider und Flemhuder See. Ist schon Jahre her, als ich den das letzte Mal gefahren bin, macht aber immer wieder höllisch Spaß! Besonders, wenn man in einer kleinen, ungefähr gleich schnellen Gruppe unterwegs ist. Jeder versucht am Vordermann(frau) dran zu bleiben und dann fährt man schon fast intuitiv durch den Trail…

Umittelbar vor Achterwehr erreichten wir kurz wieder die Zivilisation, fuhren dann aber wieder südlich durch Felder und Wiesen Richtung Wulfsfelde, wo wir das erste Mal den Westensee zu Gesicht bekamen. Es ging südlich am Bossee entlang nach Westensee (-Ort), wo wir an der Kirche kurz Halt machten. Unsere Flaschenkinder wollten Wasser auffüllen. Dort gab es einen öffentlich zugänglichen Wasserhahn. Der Stop war natürlich eine prima Gelegenheit zum Schnötern und um den einen oder anderen Riegel zu verdrücken. Gestärkt ging es weiter (heute nicht über den Tüteberg) hinter Westensee rechts weg und um einen kleinen Hügel herum. Der Weg führte uns alsbald wieder nach Norden durch die schöne Herbstlandschaft und zwischen den Mühlenteichen zurück auf die Straße Richtung Wrohe. Der Blotenberg wurde rechts liegen gelassen, damit wir uns ganz auf den Anstieg vor Wrohe konzentrieren konnten. Das weckte Erinnerungen an frühere Bergwertungen und Ortsschildsprints… Am Campingplatz Wrohe ging es rechts in den Wald, wo die beiden Schierenseen auf uns warteten. Die Gegend läd ja förmlich ein zum Verweilen, schon alleine wegen der schönen Trails dort. Und so wurden auch einige Extrarunden gedreht, allerdings nicht von allen. Ein Mitfahrer zog es vor, zwischenzeitlich auszusetzen, um Pilze zu suchen… Er wurde aber gnadenlos wieder eingesammelt und mitgeschliffen…

Östlich Richtung Hohenhude haben wir den Westensee wieder verlassen und sind nach Querung der Eider über Marutendorf wieder nach Achterwehr gebikt. Den Flemhude-Trail sind wir, weil’s so schön war, auch wieder zurück gefahren. Der Weg nach Kiel führte uns dann wieder am Kanal entlang, und zwar aufgrund fortgeschrittener Kilometer und Erschöpfungszuständen einiger Mitfahrer. Nachdem sich Anke und Andreas in den verdienten Feierabend verabschiedet hatten, kam Felix noch auf die Idee mit dem Rest zweieinhalb Runden durch das Projensdorfer zu fahren… zum Ausklang… Aber auch das haben wir überlebt :) Wieder am Parkplatz angekommen, hatten wir unsere 70 km ganz knapp geschafft. Mensch und Maschine waren entsprechend dreckig und da man ein sooo schmutziges Fahrrad nicht so einfach in den Kofferraum laden kann, hat Chriz erstmal seinen HD-Reiniger ausgepackt. Der Tankinhalt ist gerade groß genug, um ein Fahrrad vom Schmodder zu befreien (sogar ein 29″ Bike!). Es war sogar noch etwas Wasser für Lukas übrig, der damit zumindest die betriebstechnisch wichtigen Stellen an seinem Bike reinigen konnte. Wir vier haben uns dann in den Lockdown verabschiedet. Fahrrad ans Auto, Sitzheizung an und ab nach Hause… Schauen wir mal, wann es das nächste Veteranentreffen geben kann… ich hoffe ja tatsächlich noch in diesem Jahr :) (daumendrück…)

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Es kam der Tag, an dem sich der erste Mittwoch im Monat näherte. VETERANENRUNDE !!! Etwa drei Tage vorher meldete sich ein Mitglied der Gruppe und fragte vorsichtig, ob es denn nun losgehe, und wann und wie das Wetter denn so sei. Es wurden anscheinend Wettervorhersagen studiert und gefachsimpelt, man kam überein dass Fahrradfahren im Regen doof sei und so weiter. Man beschloß aufgrund der Wetterlage die Tour um eine Woche zu verschieben.

Der Schreiberling fand sich damit ab und war eigentlich auch ganz froh, konnte er sich doch dann in der freien Zeit um andere literarische Ergüsse kümmern. Genau einen Tag (noch genauer 20 Stunden) vor dem ursprünglichen Regeltermin nahm die Geschichte mit dem Post von, nennen wir es, Mitglied-A eine unerwartete Wendung. Ich möchte an dieser Stelle den weiteren Diskussionsverlauf gerne (frei) zitieren:

Mitglied-A: ich sag euch diesen Mittwoch regnet es gar nicht – Mitglied-B: sag ich doch – Mitglied-C: soll ich das Bike einpacken für morgen – Mitglied-D: ich hätte Zeit, muss nur die Lampe aufladen – Mitglied-D: Lampe hängt am Ladegerät – Mitglied-E: Lampe… ich glaube der Akku ist durch – Mitglied-A: achja Lampe, ich hab morgen auch Zeit – Mitglied-D: naja wird ja kein Nightride, eher um nach Hause zu kommen – Mitglied-C: also ja oder ja? Dann häng ich die Lampe auch noch ran – Mitglied-C: und wo überhaupt? – Mitglied-D: Ja… wann geht es los? – Mitglied-C: könnte um 14:30 Uhr Schluss machen – Mitglied-D: wenn wir pünktlich loskommen schaffen wir eine letzte Sonnenuntergangssteilküstenrunde (Bemerkung des Schreiberlings: Ich glaube in diesem Moment stand die Route fast fest) – Mitglied-C: BINGO – Mitglied-C: 16:00 Uhr in Kiel? – Mitglied-D: sollen wir von hier fahren, oder wollen die Autofahrer lieber dichter dran starten? – Mitglied-C: wie lang ist denn die Runde noch? – Mitglied-D: direkter Weg hin und Steilküste zurück sind 50 – Mitglied-A: klingt gut – Mitglied-C: easy – Mitglied-C: passt denn 16:00 Uhr oder zu früh? – Mitglied-D: nee ist super – Mitglied-D: was ist mit den Anderen? – Mitglied-A: bei mir passt 16 Uhr – Mitglied-A: ich texte mal Mitglied-F an (Bemerkung des Schreiberlings: Mitglied-F konnte sich an dieser Diskussion nicht beteiligen, da ihm die notwendige Software auf seinem Mobiltelefon fehlte, Info an alle: wir sollten gemeinschaftlich sammeln und Mitglied-F die Software zur Verfügung stellen) – Mitglied-D: was ist mit Mitglied-E und Mitglied-B? – Mitglied-E: 50 ist n Klacks, dabei! Hab Urlaub, kann immer – Mitglied-E: ich fang schonmal an zu essen – Mitglied-A: :) – Mitglied-A: wo isn Treff? – Mitglied-B: ihr seid ne Truppe, also Lampe kriege ich nicht mehr geladen, ich hab nur ein Positionslichtlein vorne – Mitglied-D: wenn wir 16 Uhr losfahren reicht das – Mitglied-E: me2 – Mitglied-A: ich könnte sonst sicherheitshalber noch eine für den Helm mitbringen, aber ist ja bis 19 Uhr hell (Bemerkung des Schreiberlings: Mitglied-A war das einzige, das dann kein Licht für vorne dabei hatte)… Es ging noch einige Zeit so weiter aber schließlich hatte man sich auf Abfahrtszeit und -ort geeinigt.

Es trafen sich also, mitten im Wald aber doch in Kiel, die Veteranenrunde: Anke, Andreas, Chriz, Felix, Lukas und ich (der Schreiberling). Während wir auf Nachzügler warteten haben wir die Gelegenheit genutzt und unsere ‚Planungs- und Verabredungskonversationen‘ noch sicherer gemacht, indem wir fleißig QR-Codes ausgetauscht haben. So können wir noch sicherer sein, dass unseren Schwachsinn kein Geheimdienst der Welt mitlesen kann (außer vielleicht die Schweizer, aber die interessiert das sowieso nicht).

Nachdem der letzte Mitstreiter eingetrudelt war haben wir uns umgehend auf den Weg gemacht, Felix hat geführt, er kannte die Strecke… Über die Holtenauer Hochbrücke haben wir auf die Nordseite des Kanals gequert und sind dort ein ganz kleines Stück am Kanal entlang gefahren. Am Gut Projensdorf haben wir den Kanal dann verlassen und sind einen schönen Trail am Alten Eiderkanal entlang gefahren. Den Trail kannte ich von früher, von einer kleinen Wanderung. Ich war sehr positiv überrascht, dass der Pfad jetzt in einem super Zustand war. Echter Singletrail und komplett fahrbar – hat Spaß gemacht! Es ging dann nordwärts Richtung Holliner und Knooper Holz. Hier hat der Regen das erste Mal versucht, seine grauen, knorrigen Hände nach uns auszustrecken um uns festzuhalten und nass zu machen… ist ihm aber nicht gelungen, wir waren wohl einfach zu schnell. Vielleicht haben wir aber auch einfach zu viel Schwachsinn geredet, und er hat sich deshalb wieder verzogen. Es kam jedenfalls wieder die Sonne raus.

Über Krück sind wir weiter Richtung Norden durchs Kaltenhofer Moor gefahren. Danach mussten wir ein bißchen auf der Landstrasse bleiben, aber dank lockerer Plaudereien und entspannter Autofahrer funktionierte das alles problemlos. Über Krusendorf sind wir nach Jellenbek weiter bis an die Ostsee gefahren, wo wir dann ostwärts auf den Steilküstenweg abgebogen sind. Am Campingplatz Surendorf vorbei ging es dann erstmal auf befestigten Wegen parallel zum Strand weiter. Der kleine Hunger kam bei dem Einen oder Anderen durch und so wurde kurzerhand eine Bank okkupiert und ein kleines Päuschen eingelegt. Das tat guuut… Denn kurz darauf ging es durch tiefen Sand und über Treppen weiter an der Steilküste entlang. Es wurde waldiger und steiler und die Pfade teilten sich das ein oder andere Mal. Man musste aufpassen nicht plötzlich den falschen Abzweig zu nehmen und 20 Meter weiter unten zu landen. Wir fuhren an Dänisch-Nienhof und an Stohl vorbei, bis wir schließlich wieder festen Boden unter die Stollenreifen bekamen – die Buckelpiste war geschafft! (War die Buckelpiste eigentlich schon immer so buckelig oder kam mir das nur so vor? Und, lag es daran, dass ich älter geworden bin oder daran, dass ich früher immer mit dem Fully solche Touren gefahren bin??? ) Keine Ahnung! :)

An den stinkenden Eiern und am Leuchtturm Bülk vorbei ging es weiter nach Strande und Schilksee, wir passierten einen Fischbrötchenstand (Memo: nächstes Mal anhalten und was kaufen!) Der Weg führte uns nach Friedrichsort, es wurde so langsam Zeit die Fahrradlampen anzuschalten. In Friedrichsort erwischte uns die graue, knorrige Hand des Regens doch noch. Wir konnten uns aber unter ein Vordach retten, so dass wir nicht ganz so nass wurden. Dort trafen wir einen kleinen, weißen Hund auf Speed (ein winziger Pudelverschnitt) und sein Frauchen mit Gehwagen. Wir erfuhren, dass man so einen Hund alle paar Wochen scheren muss, dass man dafür einen Hundefriseur aufsucht und dass das Ganze jetzt drei Euro mehr kostet, da dieser den Hund ja coronabedingt vorher waschen muss… Oma hatte Zeit und Lust zu reden. Glücklicherweise hörte der Regenschauer in diesem Moment auf, so dass wir leeeider weiter mussten.

Am ehemaligen MFG-5 Gelände vorbei ging es weiter Richtung Heimat und es wurde beschlossen den Kanal nicht über die Hochbrücke zu queren, sondern den guten, alten Schuhkarton, sprich die ‚Fähre‘ Adler I zu nehmen. Wir fanden fast alle, das war eine super Idee! Entsprechend lang wurden einige Gesichter als wir nach gefühlten 85 km Kanalstrasse in Holtenau endlich an der Anlegestelle ankamen. Keine Fähre zu sehen, freundlicherweise hing dort ein Schild mit dem Hinweis, dass sich Adler I seit dem 5. Oktober in der Werft befindet – das nenne ich mal: Pech gehabt!

So mussten wir uns also doch auf den Weg Richtung Hochbrücke machen und im ZickZack die steilen Serpentinen erklimmen, um oben über den Kanal zu fahren. Kurz hinter der Brücke teilten wir uns, zwei der Veteranen schlugen den Weg Richtung Innenstadt ein, der Rest fuhr dann weiter zum heutigen Startpunkt. Ein Mitglied hatte das unglaubliche Glück, direkt am Startpunkt zu wohnen, so daß er sich schnell verabschieden konnte. Er konnte als Erster von uns seine müden Beine hoch legen, und das Gläschen Rotwein, das auf ihn wartete, genießen. Felix und ich mussten noch durch den dunklen Wald Richtung Projensdorf, wo mein Auto parkte. Leider erwischte uns der Regen auf halber Strecke dorthin abermals, dafür dann aber so richtig… Beim Auto angekommen hörte er pünktlich wieder auf, so daß ich das Fahrrad in aller Ruhe verladen konnte. Entgegen der Vorhersagen hielt sich die Wasseraufnahme an diesem Tag in Grenzen, am Ende hatte ich 58 km auf der Uhr stehen, d. h. wenn wir uns weiter so steigern knacken wir dieses Jahr noch die 100 km Tourlänge… na ja, man muss es ja nicht übertreiben. Ich freue mich jedenfalls schon auf Tour III

Beste Grüße, Jörn.

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2020-09-09 kivel:o) Veteranen I – Bordesholmrunde

Anfang August wurde ja während eines konspirativen Treffens in den Hüttener Bergen und im Zuge eines entspannten Höhenmetertrainings beschlossen, die kivel:o) Mittwochsrunde wieder aufleben zu lassen. Moderne Kommunikationswege wurden abgesprochen, eine Gruppe eingerichtet, Mitglieder eingeladen, gelabert, und… gewartet… … aufgrund der Urlaubszeit sollte der erste richtige Mittwochstreff dann am 9. September stattfinden. Und fand statt!

Mittels der modernen Technik wurde sich dann auf eine Bordesholmrunde geeinigt, Startpunkt sollte die Bresthalle sein. Einer der Mitstreiter hatte sich mit dem Zeitverlust an der Baustelle B76 total verschätzt, weswegen sich die wartenden Mitstreiter schon mal ordentlich durchregnen lassen konnten :) Der eine Mitstreiter wurde aber trotzdem freundlich begrüßt und musste auch später keine Repressalien erdulden…

Es fuhren mit: Andreas, Chriz, Felix, Lukas und meine Wenigkeit, Jörn, der Schreiberling… Auf bekannten Wegen ging es aus Kiel raus, der Regen hörte jetzt langsam auf, so muss es sein wenn Veteranen unterwegs sind. Es ging am Drachensee und am Vorderen Russee vorbei, wo uns dann schließlich der erste plötzliche Luftverlust am Vorderrad von Lukas ereilte. Der Platten konnte zügig durch den Einsatz eines konventionellen Butylschlauches repariert werden. In Mielkendorf gab es eine kurze Uneinigkeit zwischen den beiden Guides Chriz und Felix, aber der rechte Weg wurde dann schnell wieder gefunden. Im Eidertal sollte uns der Weg eigentlich durch einen kleinen Wald führen, aber der Trail war plötzlich zuende, und der weiterführende Weg wollte sich partout nicht finden lassen.

 

Während Chriz spontan im Unterholz verschwand um nach Pfaden zu suchen, hatte sich Andreas‘ Bike gedacht, es müsste jetzt mal ein bisschen Luft ablassen… mit Leihschlauch und Leihpumpe war das aber auch irgendwann erledigt. Chriz hatte keinen Weg mitgebracht also mussten wir tatsächlich wieder zurück und eine Alternativroute nehmen, die uns alsbald zur Blauen Brücke führte. Wegen der vorgerückten Zeit wurde entschieden die Blaue Brücke als Wendepunkt zu nehmen und von dort nordwärts wieder Richtung Kiel zu fahren. Zunächst über Trails und dann immer an der Bahnlinie entlang erreichten wir Flintbek. Auf Höhe Kleinflintbek bogen wir ab und kreuzten nochmals die Eider. Der Weg führte uns auf relativ direktem Weg wieder nach Kiel und zurück zur Bresthalle.

Ein schöner Auftakt für hoffentlich zukünftige Treffs. Aus Regen wurde Trockenheit, aus Luftverlusten wurden prall gefüllte Reifen und aus sauberen Fahrrädern wurden schön, schmutzige Bikes… :)

Auf bald!

Jörn

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Als ich um 11 Uhr am Treffpunkt mitten in der Londoner Innenstadt eintraf wartete Anke bereits auf mich. Wir einigten uns schnell auf „London 8“, eine unserer Standardrunden. Wir rollte uns entspannt entlang der Themse ein und fuhren grob rechts herum um den St. James Park in Richtung Buckingham Palace.

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Nach dieser Schleife waren wir warm gefahren und wollten ein paar Höhenmeter machen. Da dies mitten in London nicht ganz leicht ist, haben wir die U-Bahn genommen und sind in Richtung Box Hill aufgebrochen. Außerdem brauche ich die Höhenmeter auch für das Tron Bike. Kann ja nicht sein, dass ich das noch immer nicht habe.

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Der Box Hill war dann wie immer etwas arbeit. Auch wenn er eigentlich nicht schlimm ist, so ziehen sich die 10 Minuten hier rauf doch immer etwas. Warum da einer mit so einem komischen Dreirad rauf will ist mir auch nicht klar. Anke hatte es am Berg etwas schwerer als ich, denn ihr Trikot war schon total mit Daumen vollgestopft. Ich weiß gar nicht ob sie noch an ihre Gels gekommen ist.


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Den höchsten Punkt erreichten wir zu Sonnenaufgang. Immer wieder ein netter Anblick. In der Abfahrt konnen wir es dann richtig krachen lassen. Wir waren ja beide aerodynamisch bis an die Zähne bewaffnet.

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Nach der Abfahrt ging es mit der U-Bahn zurück in die Innenstadt und dort weiter über die Tower Bridge.

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Als wir den Ausgangspunkt erreichten, hatten wir beide noch nicht genug. Also rollten wir erneut an der Themse entlang. Samstag mittag wird es hier immer etwas voller, so dass wir eine ganze menge Begleitung hatten.

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Als wir erneut den Buckingham Palace passiert hatten, beschloss Anke wohl sich am ende der Tour noch einmal umziehen zu müssen. Sie gab kräftig gas und tauschte ihr schwarzes Trikot für die letzten Kilometer gegen ein grünes.

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Ganz am Ende der Tour gab es noch ein paar Tropfen regen, so dass ich lieber von meinem Rad gesprungen bin. Ich hatte keine Lust zu putzen. Anke ist noch ein bisschen weiter gefahren.

Am Ende waren es 32.8km und 286hm in 1:00:10.

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