In Dassow rückten Felix Breske, Christian Schuldt und ich zu dritt an die Startlinie. Mit dabei waren auch wieder unsere reizenden Betreuerinnen Anni und Maike. Vielen Dank für Euer aufopferungsvolles Engagement. Leider fehlte diesmal Fanbetreuer Hauke von bike orange, der eine Operation am Meniskus verdauen muss. Gute Besserung vom ganzen Team!

Das Crossrennen in Dassow ist laut NDR MV eines der wichtigsten Rennen in Mecklenburg- Vorpommern. Da konnten wir natürlich nicht fehlen und wurden prompt auch mit einem kurzen Fernsehauftritt während der Startphase des Rennens belohnt.

Um das Desaster von HH zu verhindern, hatte ich rechtzeitig noch die Kette ein Stück kürzer gemacht. Zusätzlich war ich mit Tufo CT 30 Clincher Reifen unterwegs. Die Reifen bewährten sich hervorragend, so dass wir die guten Stücke zu unserem neuen Teamreifen ernannten. Nun aber zum Rennen. Der Kurs hier war aus meiner Sicht richtig grauenhaft. Hier gab es zwei heftige Anstiege, eine fast unfahrbare Wurzelpassage, künstlich Hindernisse, eine lange sehr schnelle Gerade und ein mit Löchern durchsetztes Trailstück. Pünktlich zum Eliterennen wurde der Kurs dann entschärft, da ein regelkundiger Fahrer feststellte, dass in Abfahrten von der UCI keine Hindernisse gewünscht werden. Mir half dies allerdings nichts, denn ich kam mit der ganzen Sache überhaupt nicht klar, natürlich fuhr ich das Rennen aber zu Ende. Allerdings hatte ich zwischenzeitlich schon nicht mehr daran geglaubt. Die anderen Fahrer fuhren irgendwie in einer anderen Liga. Mein Trainingsdefizit der letzten Monate wurde schonungslos aufgedeckt. Aber der Beruf oder die Berufung gehen wohl doch so manches Mal vor und das Wetter war ja auch echt mies.

Na ja, genug der Ausreden es muss wohl oder übel wieder mehr gefahren werden. Wobei ganz klar gesagt werden muss, dass man an einen Marathon schon anders herangeht. Hier im Cross gibt es nämlich gleich von Anfang an fürchterlich auf den Kopf und das eigentlich ständig. Wie auch immer, nächsten Sonntag in Hamburg beim 2. Lauf stehe ich wieder an der Startlinie, denn auch wenn es abartig klingt, Spaß hat das Rennen schon gebracht. Hey, irgendjemand muss doch als letzter durchs Ziel fahren und Tempohärte kann man sich wohl nirgends besser als bei einem Crossrennen erarbeiten. Verdammt, dies Rennen war wahrscheinlich 200 Kilometer zu kurz für mich.

Christian hatte in der zweiten Runde Pech und stieg mit einem Platten am Vorderrad aus. Trotz Pannenspray war hier leider nichts mehr zu machen. Aber demnächst ist ja der neue Reifen am Rad und dann ist Schluss mit Defekten durch flüchtige oder schwindende Luft.

Wo Felix in der Ergebnisliste geblieben ist, war zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels noch das süße Geheimnis des Veranstalters. Das Ergebnis wird aber auf dieser Seite nachgereicht werden. Der Veranstalter gab sich im übrigen mit Toilettenwagen, Wurstbuden, einem wahrscheinlich richtig würdigen Kurs und zahlreichen Lautsprechern richtig Mühe. Leider gab es keine Duschen, aber weder unsere Mädels noch irgendjemand bei Mc’Donalds haben sich beschwert.

Das Rennen war mit einigen A- und B- Fahrern gut besetzt. Sogar für Prominenz hatte man gesorgt. Der leibhaftige Jens Voigt vom Protourteam CSC, ein Sohn Dassows, war vor Ort und ließ sich sogar überreden, auf einem Leihrad das Rennen mit zufahren. So war es zumindest gedacht. Beim Sprung über ein Hindernis im Startzielbereich während der Streckenerkundung ging der sympathische Mecklenburger leider zu Boden und verletzte sich die Schulter. Angeblich war er danach sofort auf dem Weg ins Krankenhaus. Später in der Glotze hies es dann, Herr Voigt habe sich einen Dreifachen Bänderriss in der Schulter zu gezogen. Aua! Gute Besserung! Unser Weg führte nach der Veranstaltung auf direktem Weg zu Mc’Donalds. Ich glaube der Punkt geht an uns.

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