Archiv für Januar 2006

Da die Marathonsaison auf der Straße nun immer näher kommt, wollte ich am 29.01. meinen ersten 100 Kilometertrip auf der Straße wagen. Leider kam mir diese Idee erst während des Trainings. Alles lief ja auch super entspannt. Dann kam das Eis und die Glätte kurz vor Eckernförde und ich vergaß prompt die Nahrungsaufnahme. Hätte ich daran gedacht wäre es auch nicht viel besser gelaufen, denn bis auf einen Riegel und eine Flasche mit eisigem Inhalt hatte ich nichts dabei. Selbst der Notgroschen war wohl aus Gewichtsgründen zu hause geblieben. Wirklich sehr dumm! Der Mann mit dem Hammer kam schließlich bei Kilometer 65 in Felde. Es ging einfach nicht mehr viel. 100 Kilometer, schön und gut, aber nicht an diesem Tag. Nach 87 Kilometern war ich dann halb verhungert und fast erfroren daheim. Nach einem heißen Tee und diversen Kohlenhydraten schmiedete ich aber bereits wieder neue Pläne.

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Gestern war es wieder soweit: Nachdem ich mich schon kräftig auf dem Heimweg gefreut hatte, dass es schneite, dachte ich über einen schönen Abend auf dem Sofa nach. Doch ich wurde durch das Telefon aus diesem süßen Traum herausgerissen. Und wer war dran, natürlich Felix! Kurz geschnackt, die Klamotten angezogen und schon fand ich mich auf dem Rad wieder und trat in die Pedalen. Das kurze Mitleid von Anni war nur geheuchelt…Nach der üblichen Begrüßungszeremonie machten Felix und ich uns nun auf den Weg quer durch Kronshagen bis nach Ottendorf. Die Straße war sehr gut zu befahren, so dass wir in Ottendorf noch einen Abstecher über ein paar Seitenstraßen wagten. Eine ganz schlechte Idee: Das Eis lugte überall unter dem Schnee hervor und versuchte uns permanent zu Boden zu zwingen, was aber nicht gelang. Endlich waren wir wieder auf einer etwas mehr befahrenen und gesalzenen Straße und kämpften uns über Quarnbek bis nach Achterwehr vor. Hier versuchten wir nun mal einen Abstecher ins Gelände. Direkt hinter dem Friedhof bogen wir in den schmalen Trail ein. Ich war erstaunt über die guten Bodenverhältnisse und unsere Stimmung stieg sofort etwas an. Auf bekannten Pfaden tasteten wir uns vorwärts bis das Eis seinen Kampf gegen uns gewann. Wir hatten zwar keinen Bodenkontakt, mussten aber mehr als einmal aus dem Pedal. Die Entscheidung war also klar, bis zur Schule in Felde ging es noch durch das Gelände, danach wechselten wir auf die rettende Straße und ließen es wieder etwas krachen. Kurz vor Westensee testeten wir dann noch einen weiteren Trail und überlebten ihn tatsächlich.

Die weitere Strecke war nun unspektakulär, wir sabbelten über dies und das und schneller als ich dachte kam auch schon der Berg am Ortseingang von Wrohe. Ich verwickelte Felix noch schnell in ein Gespräch und so blieb sein berüchtigter Antritt an dieser Stelle aus. Wir flogen am Campingplatz vorbei und forderten im Folgenden unser Glück ein weiteres Mal heraus. Der breite Forstweg nach Hohenhude war diesmal unser Gegner. Mich ließ er allerdings in Ruhe und Felix balgte sich ein wenig mit seinen Schergen den kleinen fiesen Spurrillen. Doch auch er gewann den Kampf souverän. Ein wenig Tech-talk vertrieb uns die Langeweile bis zur endgültigen Abschiednahme vor dem ADAC-Gebäude.

Der Tacho zeigte 45,5 km und einen wetterbedingten Schnitt von 20 km/h.

Die Verspeisung des Nudelauflaufs war nur eine Formsache…

Chriz

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Was für eine Tor-Tour…Also, pünktlich um 18:15 Uhr radelten Felix und ich bei bike-orange vorbei, um zu schauen, ob sich noch ein Mitfahrer darthin verirrt hat. Da sich dort niemand fand, radelten wir weiter bis zur Feuerwehr am Westring um dort noch Anke aufzugabeln. Dann ging es im leichten Schneegestöber los.
Wir fuhren den gesamten Westringhoch bis ins Projensdorfer Gehölz und dann weiter an den Kanal. Hier bließ uns der Wind die kleinen gefrorenen Schneeflocken ganz schön ins Gesicht und ich dachte ernsthaft über die Anschaffung einer Brille mit klaren Gläsern nach. Weiter ging es über Landwehr und Quarnbek bis nach Acherwehr über nun schon recht weiße Straßen. Die Temperaturen empfand ich allerdings noch als „angenehm“ und auch unsere Lampen verrichteten ihren Dienst ohne Probleme. Wir zogen weiter bis nach Bredenbek und befuhren auch wieder einen Teil der KRV-Zeitfahrstrecke. Von fahren kann allerdings nicht so richtig die Rede sein, denn hier war es extrem glatt. Unter der Schneedecke versteckte sich eine ziemlich gemeine Eisschicht, die mich ganze zweimal zu Boden streckte. Das erste Mal landete ich recht unsanft auf der rechten Seite, wobei die Hand einiges abbekommen hat. Zwar waren wir jetzt gewarnt und setzten unsere Fahrt entsprechend vorsichtig fort, aber es streckte mich noch ein weiteres mal nieder. Diesmal auf die andere Seite. Anke musste sich ebenfalls zu Boden werfen, um nicht voll in mich reinzufahren. Der Sturz war zwar nicht so heftig wie der erste, jedoch steckte ich meinen Kopf in das Hinterrad von Felix und seine Speichen verkürzten die Halbwertzeit meines Helmes enorm. Nun fehlen ca. 3 cm von den hinteren Höckern des Helmes…
Bald darauf konnten wir aber wieder auf einer weniger glatten Straße unsere Reise fortsetzten und machten uns auf den Rückweg. Über Brux und Westensee ging es nach Wrohe. Hier hatte Anke auch noch einen kleinen Bodenkontakt, allerdings ohne Folgen. Die Heimreise erfolgte über Hohenhude, Mielkendorf und Russee.

Chriz

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Zum Finale des Hamburger Crosscups reisten wir wieder mit großem Aufgebot an. Unser Team stellte 3 Fahrer und mit Maike und Anni hatten wir auch zwei hervorragende Betreuerinnen mit am Start. Gewisse Ziele hatten wir uns auch gesetzt. Chriz, der seit der Nordmeisterschaft so richtig in Fahrt auf dem Crossrad ist, sollte und wollte aufs Treppchen, Felix evtl. kurz dahinter und ich wollte einfach noch mal ein Rennen ohne Defekt und Sturz beenden.

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Die Deutsche Meisterschaft im Querfeldeinfahren in Hamburg? Keine Frage, da mussten wir hin. Wir, das sind in diesem Fall Felix und ich. Als Beistand hatten wir diesmal „nur“ Anni dabei. Aber so eine Veranstaltung zieht natürlich Kreise und so waren dann auch einige Bekannte Gesichter unter den vielen Zuschauern von denen wir an manchen Stellen des Kurses richtig angeschrieen wurden. Das ist richtiges Radsportfeeling! Ein nicht so tolles Feeling bekam ich allerdings bei dem Eintrittspreis ins Stadion, 5 € sind schon richtig happig!

Diesmal waren wir extra früh angereist, um auch wirklich nicht in Zeitnot bei der Vorbereitung zu kommen. erstmal ging es auf eine kurze Besichtigung der wichtigsten Streckenteile. Zwar kannten wir den Kurs schon von der Nordmeisterschaft, aber hier und da hatten die Veranstalter die Strecke noch etwas abgeändert, da sie für eine DM nicht regelkonform war. Dadurch wurde die sie extrem schnell und technisch nicht sehr anspruchsvoll. Aber genau das ist es, was den Crosssport wieder weiter nach vorne bringt, so entstehen packende Positionskämpfe und die Zuschauer können die besten Stellen leichter finden. Den Rest des Eintrages lesen »

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