Archiv für Juli 2006

Heute ging es nun auf die Tour Gelb nach Rendsburg. Ich wählte wie geplant wieder das Rennrad, nicht ohne aber vorher allerdings wieder auf meinen Hochprofillaufradsatz und die pannensicheren Schwalbe- Reifen gewechselt zu sein. Für diese Ausfahrt hatte ich ein Date mit Tobias vom RG-Rennradtreff. Am Start fanden wir uns recht schnell und auch viele andere bekannte Gesichter waren wieder vor Ort. In den Kreisen der Rennradfahrer in der vorderen Gruppe haben die letzten Tage wohl so ihre Spuren hinterlassen. Von fast jedem war zu hören: „Heute soll es ruhiger werden.“ und „Wir wollen es mal langsam angehen lassen“. Liebe Freunde, das klappt doch sowieso nicht!Als der Start von Bernd freigegeben wurde, hatte ich mich zu meiner eigenen Überraschung gut platziert und konnte das Feld bis zur ersten Ampel anführen. Was dann geschah war für mich ein kleines Wunder. Ich wurde überholt (das ist jetzt nicht das Wunder) von zwei Fahrern vom Rendsburger BC und die Jungs nahmen gleich wieder das Tempo raus. Überraschung, heute rollten wir uns tatsächlich langsam ein. Kurz vor Melsdorf gab es dann den ersten Angriff aus dem Feld, als zwei Mann wegsprangen. Wieder Überraschung, es folgte niemand.

Nun waren Peter aus Hamburg und ich vorn. Unsere Geschwindigkeit pendelte so bei 32 km/h und die Sache begann zu rollen. Bei Quarnbek hatten wir die Ausreißer gestellt, als sie vor dem Gutshof ihre Flaschen vom Pflaster sammelten. Einen weiteren Ausreißversuch gab es nicht mehr.

Wir fuhren nun auf gewohntem Montags-Treff-Gelände in Richtung Bredenbek. Mein Begleiter Tobias hatte leider Ärger mit seiner Kette, aber ich konnte uns wieder an die Gruppe heranfahren. Schön, wenn die Beine nach dieser Woche und dem Marathon vom Sonntag noch wollen. Obwohl ich gestehen muss, dass ich die Anfahrt zum Start auf dem Rad schon brauche, um die Muskulatur in Fahrt zu kriegen.

In Sehestedt ging es dann via Fähre auf die andere Kanalseite. Der Schnitt lag bei 33,6 km/h und alles war gut. Die 110er Runde verlief auch sehr schön gleichmäßig, denn alle Fahrer nahmen ihre Führungsarbeit war. Einen massiven Technikausfall gab es in der Gegend um Alt Duvenstedt. Bei den vielen Überlandleitungen und Bahnanlagen wollte wohl kaum noch ein Pulsmesser oder Funktacho gescheite Werte anzeigen. Gegen Kilometer 70 wurde es unruhiger in der Gruppe und auch Richtungspfeile oder Löcher in der Fahrbahn wurden kaum noch angesagt. Wir brauchten also eine Pause und nahmen diese schließlich an einer Tankstelle in Fockbek. Der Schnitt lag nun bei 34,9 km/h, ein weiterer Beweis, dass die Gruppe recht gut lief.

Kurz hinter der Tankstelle gab es dann einen Platten und die Gruppe zerriss. Zusammen mit acht anderen blieben Tobias und ich zurück und halfen flicken. Geholfen hat allerdings nur der komplette Tausch der Decke. Zum Glück führte tatsächlich jemand eine Ersatzdecke mit.

Nach unserer zweiten Pause gingen wir in dieser Gruppe etwas ruhiger zu Werke. Die Sonne entfaltete nun ihre volle Kraft und grillte uns förmlich auf der Straße. Im Fußgängerkanaltunnel in Rendsburg erfrischten uns kühle Temperaturen und die Lebensgeister kehrten zurück.

Zurück nach Kiel fuhren wir über Hassmoor und Westensee. Der Berg in Wrohe brach schließlich den Willen der letzten Fahrer unserer kleinen Gemeinschaft und das Tempo fiel nochmals. Heilfroh war ich über mein helles Trikot mit dem langen Reisverschluss, dass für eine gute Belüftung sorgte. Zusammen mit Tobias übernahm ich nun die Führung zurück nach Kiel. Alle Höhen und Wellen wurden angesagt und in Kiel waren wir wohl alle durchgebraten aber glücklich im Ziel. Die heutigen 110 Kilometer sahen zum Schluss auch mächtig nach 117 Kilometern aus, aber wir haben es ja so gewollt. Der Schnitt fiel auf 32,7 km/h und fügt sich recht gut in meine Wochenbild ein und selbst der Durchschnittspuls lag im Trainingsbereich. Es verwundert mich immer wieder, dass man vorn in der Führung mit Puls 165 oder mehr fährt und hinten am Ende der Gruppe bei gleichem Tempo mit Puls 128 dahingleitet.

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Seit heute Mittag ist für mich das Bundesradsporttreffen vorbei und ich kann sagen, es hat mir eine Menge Spaß bereitet, an sechs Tagen am Start gestanden zu haben. Auf den geselligen Teil werde ich versichten, da für mich der sportliche Teil klar überwiegt.Zur letzten RTF bin ich zusammen mit meiner Freundin Maike gefahren. Klar standen dann auch nicht die 110 Kilometer im Vordergrund, sondern die 40er Distanz war angesagt. Diese kleine Runde sind wir in gemütlichem Tempo angegangen und sind so entsprechend entspannt über den Kurs gekommen. Da 40 Kilometer RTF und Scott Carbonrad in meiner Welt nicht so richtig zusammenpassen wollen, setzte ich heute etwas auf Understatement und wählte das Alu-Scott.

Viel zu früh waren Maike und ich am Start, denn gerade im Zusammenhang mit dieser RTF fiel ja des öfteren die Zahl 1.000. 1.000 Starter. Sogar die Anmeldebögen hatten wir bereits zuhause ausgefüllt, um nicht ewig in der Anmeldung zu stehen. Leider wäre dies gar nicht nötig gewesen. Ich glaube, so wenige Starter hatte keine RTF in dieser Woche. Sehr Schade für die RG-Kiel. Wenn ich schätzten sollte würde ich sagen, es waren so gut 100 Starter, die sich um 9.00 Uhr auf die 40 bzw. 70 Kilometer begaben.

Letztlich ist es mir zu teil geworden dieses Feld aus Kiel herauszuführen. Immer hinter dem Polizeiwagen hinterher durfte mich niemand bis zum Ortsausgang überholen. In Klausdorf ging es dann aber schon zur Sache. Für mich überraschend waren hier durchaus ehrgeizige Menschen am Start der kleinen Runden.

Aber wie beschlossen fuhren Maike und ich ganz ruhig. Maike sollte schließlich etwas RTF-Luft schnuppern können und nicht gleich alle Körner in den ersten Höhenmetern verschleudern. Durch Flur und Feld radelten wir in Richtung der Kontrolle in Fargau und genossen das Spitzenwetter.

An der Kontrolle war alles in Ordnung und wir haben uns eine lange Pause gegönnt. Unser Schnitt lag bis hierbei 24 km/h. So fix waren wir noch nie, offensichtlich hat das Bundesradsporttreffen auch meine Maike ein wenig beflügelt. An der Kontrolle kehrten schließlich auch die 110er ein und ich wurde von Thomas gezwungen, mich im Ziel zu einem Bier zu verabreden. Eine Last, die ich nach so einer Woche gern auf mich nahm.

Von Fargau aus radelten wir gemütlich über Schlesen, Tökendorf und Schönkirchen zurück nach Kiel. Das Profil war ähnlich leicht wellig wie bereits auf dem Weg hin zur Kontrolle. Unser Schnitt hat allerdings dann doch noch etwas gelitten und wir sind auf den 42 Kilometern noch auf 23,1 km/h gefallen. Aber das war heute voll in Ordnung.

Im Ziel gab es dann doch nur eine Cola, weil ein Erdinger ohne Umdrehungen oder eine andere Gerstenkaltschale ohne Alkohol nicht verfügbar war. Schade! Nach einigen Gesprächen mit den anderen Helden der vergangenen Woche stiegen wir zufrieden aufs Rad und rollten Heim.

Mit einer Kilometerleistung von 689 inkl. aller An- und Abfahrten hat sich dieses Radsportereignis für mich gelohnt. Wenn ich dann noch an den Marathon in Wesseln mit weiteren 214 km am letzten Sonntag denke, war meine Wochenfahrleistung doch weit im grünen Bereich. 18 RTF-Punkte gab es ja zu guter letzt auch noch.

Ich danke allen Helferinnen und Helfern für dieses Erlebnis!

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Es ist geschafft! Zwar mit einem derben Verlust von 50 %, aber das bo-racing-team ist im Ziel. Felix hat sich erstmal in die Fluten des Gardasees geschmissen. Auf der heutigen Etappe forderte gerade die letzte Abfahrt nochmal die volle Konzentration der Rider. Felix ist den letzten Berg am Anschlag hochgeprügelt und hat es gewaltig krachen lassen. In der Abfahrt wurde dann aber nichts mehr riskiert.

Für Felix und Chriz sowie für Eva und Anni geht es nun zur Abschlussfeier. Evlt. wird diesmal ein Finisher-Trikot gereicht.

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Heute kam es also zur Tour Grün von Kiel-Wik nach Eckernförde. Mit dabei war auch Thies vom Montagstreff. Mit gut 10 Minuten Verspätung fuhren wir auf die Strecke. Thies und ich wählten die vorderste Reihe, da gleich nach einem Kopfsteinpflasterstück die Hochbrücke auf der Strecke lag. Es war folglich schlau, nicht in der großen Masse, die heute allerdings etwas kleiner war als an den Tagen zuvor, durch diese kniffligen Abschnitte zu kommen.Der Weg nach Eckenförde über Felm, Osdorf, Bornstein und Altenhof führte uns durch bekanntes Trainingsgelände. Auf der Kanalnordseite hatte es deutlich mehr geregnet als auf der Kieler Seite. In einer Kurve vor Osdorf kam es dann wie es kommen musste. Die Kurve war mit Sand, Lindenblüten und Blättern bedeckt und prompt erfolgte ein Sturz, bei dem drei Mann zu Boden gingen. Unter anderem fand sich auch Hauke vom Kieler RV auf dem Boden wieder und das, obwohl er selbst unmittelbar vor diesem Zwischenfall vor der Kurve gewarnt hatte. Alle drei Mann setzten die Fahrt aber fort.

Die Geschwindigkeit ging nun in die Höhe, da viele frische Fahrer mit von der Partie waren. Es wurde demnach ein hartes Stück Arbeit. Vor Eckenförde, in Eckenförde und kurz nach Eckenförde hatte ich das Vergnügen, Löcher zufahren zu dürfen. Dann reichte es mir gewaltig, denn in Einerreihe und mit der großen 4 auf dem Tacho wollte ich nicht unbedingt durch unser Bundesland hetzen.

In Hauke und einem Fahrer aus Wesseln fand ich zwei Leute mit der gleichen Ansicht. Zusammen gingen wir auf die 110er Extrarunde, die heute wieder mal recht wellig war. Unsere Gruppe erfuhr allerdings einen steten Zuwachs, so dass wir, als wir Eckenförde das zweite Mal erreichten, 9 Mann waren. Die Führungswechsel verliefen mittelprächtig, was aber okay war, da meine Beine auch am letzten Tag der Radtourenwoche und nach dem Marathon in Wesseln noch gut waren. Auch muss man berücksichtigen, dass die Aufgefahrenen aus der ersten Gruppe gefallen waren und somit auch reichlich gezeichnet waren.

Die Fahrt durch Eckernförde versaute uns dann den Schnitt, da wohl ein Richtungspfeil flüchtig war oder wir einfach etwas blind waren, aber auch andere Gruppen irrten durch Eck-Town.

Hinter Eckernförde zog das Tempo wieder an. An einem längeren Anstieg vor Holzsee musste ich in der Führung richtig beißen. Der Kollege aus Wesseln versuchte derweil unsere etwas faulen Mitfahrer zur Arbeit zu animieren. Prompt zog auch einer der Kerle am Berg an. Ich wäre beinahe vom Rad gefallen. Der Gute musste sich von den anderen aber auch gleich eine gehörige Menge Text anhören. Bei mir war es Zeit für eine Tüte Powergel, die meine Kräfte erneuerte.

Über Gettorf und Tütendorf erreichten wir die Levensauer Hochbrücke. Hier zerfiel unsere Gruppe schließlich. Ich fuhr zügig auf dem 53er in die Steigung und provozierte so wohl etwas. Ein langer Kollege schoss förmlich an mir vorüber. Das wollte ich mir an „meiner“ Brücke nicht bieten lassen und schaltete nochmals hoch. Nun flog ich vorüber und hörte ihn leise schimpfen, er zog aber mit und wir erreichten den Kulminationspunkt gemeinsam aber einsam. Ich wartete nun in der Abfahrt auf Hauke und den Kollegen aus Wesseln, der Fremde zog aber allein bis ins Ziel durch.

Der Schnitt lag heute bei 31,9 km/h.

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Die Wertung ist zwar für unser Team gelaufen, aber Felix schlägt sich nun als Einzelkämpfer durch. Auf der kurzen 7. Etappe, die aber sehr schwer war und reichlich steile Anstiege hatte, schlug er sich beachtlich. Felix kam lediglich 20 Minuten nach dem Sieger ins Ziel und belegte so einen hypothetischen 20. Platz.

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