Liebe Freunde des gepflegten Querfeldein-Rennsports. Meinen Bericht über den Steven Cyclocrosscup in Kiel möchte ich mit einem Zitat aus einer PN von Chriz beginnen, dass passender nicht sein könnte. Vor allem der letzte Satz trifft es ziemlich genau, was ich am vergangenen Sonntag im Viehburger Gehölz erleben durfte:

„Dass Du ein paar Hobbyrennen fahren willst ist doch richtig klasse. Du wirst leiden… :D “

So war es dann auch. Die ganze Sache stand von Anfang an unter keinem guten Stern, denn als ich so gegen Mittag im Wald aufschlug fiel mir ein, dass mein Geld zu Hause liegt….meine Freundin hatte auch nichts dabei, also schnell mal telefoniert und anreisende Zuschauer angepumpt.

81 Starter waren in der Hobbyklasse gemeldet, das ist auf jeden Fall mal ne ordentliche Anzahl, darunter waren dann auch 3 kivelo-Piloten, so dass ich mich neben Josh und Roman an der Linie einfand. Diesmal etwas zeitiger, der schlechten Erinnerung aus Neumünster wegen, was sich aber als unnötig erwies, wurde ich doch aufgrund meiner paar Gesamtwertungspunkte in die zweite Reihe gerufen.

Zwei Pfiffe später ging es dann auf die Runde des auf 30 Minuten verkürzten Rennens und mir wurde schlagartig klar, dass Training am Tresen konditionelle Defizite nicht ausgleichen kann. Bereits auf der kurzen Startgerade sind doch so einige Leute an mir vorbeigefahren, so dass ich von meiner guten Startposition eigentlich nichts mehr übrig hatte, und auch auf dem kommenden Abschnitt konnte ich nicht so wirklich mithalten. Der schnelle Kurs forderte seinen Tribut und ich hatte nach einer halben Runde die Schnauze schon gestrichen voll. Im kurzen Trailabschnitt konnte ich mir dann noch zwei Leute holen, die nach dem steilen Anstieg aber schon wieder an mir vorbeifuhren. So ging es dann irgendwo im hinteren Mittelfeld zum ersten Mal in den Start-/Ziel-Bereich, in dem ein einziges Hindernis, dafür aber viele lautstarke Zuschauer standen. Von den kommenden Runden weiss ich allerdings nicht mehr so viel, ich wurde nicht mehr ganz so oft überholt, habe aber nach vorne auch keine Lücke zufahren können, so dass ich überwiegend alleine durch den Wald fuhr.

Gegen Ende der vierten Runde standen dann mal wieder die Hindernisse im Weg, einen großen Schritt drüber, aufspringen und KNACK. OK, so viel zu Carbon-Streben am Sattel…immerhin scheint das Ganze aber noch zu halten, lediglich die veränderte Sattelneigung drückt ein wenig aufs…Gemüt. Egal, zwei Runden wird das schon gehen, und so war es dann auch. Gegen Rennende kam dann der Mountainbiker hinter mir verdächtig nahe, aber wenigstens nicht mehr vorbei, so dass ich einen 19. Platz von 29 Startern ins Ziel retten konnte.

Fazit: ich habe gelitten, aber richtig. Ich komme trotzdem wieder. Und die Carbon-Streben haben gehalten, lediglich die Sattelstütze hat eine Einstellraste nachgegeben.

Ein riesengroßes Dankeschön an die zahlreich erschienenen Zuschauer für die lautstarke Unterstützung.

Eine Antwort zu “Stevens Cup Kiel, 20. November 2011”
  1. Zuschauer sagt:

    Der angepumpte Zuschauer hat auch noch ein paar Fotos gemacht: http://flickr.com/gp/rontronic/M61G2U

  2.