Kiel, Samstag Morgen: es regnet, es ist kalt und der Wind ist auch recht ordentlich. Ich renne planlos durch die Wohnung und suche nach meiner Motivation. Nix zu finden, muss also ohne gehen.

Die Sachen ins Auto gepackt und ab in Richtung Elmshorn, wo ich heute mit anderen Jungs im Schlamm spielen soll. Auf dem Weg Richtung Süden hört zunächst der Regen auf, in Elmshorn selbst sind sogar die Temperaturen ganz akzeptabel. Die gute Laune bleibt genau bis zur Übernahme meiner Startnummer erhalten, denn in exakt derselben Sekunde fängt es an zu schütten. Aber so richtig. Für Erwachsene.

Schnell noch Chriz auf die Reise ins Eliterennen verabschiedet und dann mehr oder weniger lustlos Richtung Auto, umziehen und dann warmfahren. Ich bin schon vor dem Start klatschnass und die halbe Runde auf der Strecke hat meine Schaltung in eine Geröllhalde verwandelt. Wenn das mal gut geht.

Irgendwer hatte die geniale Idee die Mädels vor den Männern zu starten, die dann ca. 30 Sekunden später auf die Strecke gehen sollten. Nun gut.

Ich erwische einen ganz brauchbaren Start aus der 2 ½ Reihe und nehme die erste Kurve ohne zu bremsen, wird sowieso überbewertet. Im Übergang in den ersten Anstieg der erste Sturz, ich komme gerade noch dran vorbei und mache mich auf den Weg Richtung Treppe. Die Platzierung bis dato war ganz ok und hat sich in den nächsten zwei Runden auch nicht maßgeblich verändert, nach hinten hatte ich mir einen ganz komfortablen Vorsprung erarbeitet und vorne war auch niemand zu sehen.

Gegen Mitte der dritten Runde konnte ich auf einen Mountainbiker auffahren, den ich mir dann im Laufe der vierten und letzten Runde holen wollte, die Beine schienen dies zuzulassen. Also noch ein letztes Mal diese blöde Treppe hoch (das Sch****ding wird mit jeder Runde länger…) und den kleinen Trail Richtung Teich runter. In der kleinen Schikane den Wall runter stürzt leider ein überrundeter Fahrer, was dazu führt, dass die Lücke nach vorne wieder größer wird. Trotz aller Bemühungen bin ich da nicht mehr rangekommen und so beende ich das Rennen recht stressfrei, da auch von hinten niemand mehr drängelt.

Ich tausche meine Startnummer gegen drei Stück Kuchen und verziehe mich unter die Dusche. Bei Verlassen selbiger scheint dann die Sonne…irgendwie komme ich mir verarscht vor.

Zu Hause dann der nächste Knaller: trotz umfangreicher und gründlicher Suche ist mein Name in der Ergebnisliste einfach nicht zu finden, und das ausgerechnet bei dem Rennen, dass mir bis dahin am meisten Spass gemacht hat und das auch vom Ergebnis her das beste sein dürfte…der Fehler wird jedenfalls später korrigiert und so steht ein 9ter Platz von 24 Finishern zu Buche, der meine Punktzahl in der Gesamtwertung verdoppelt.

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