Archiv für September 2012

Vor 2 Wochen bekam ich eine Email von Sven aus Neumünster. Er wollte ein paar Tipps für das anstehende 24h Rennen in Wittenborn haben. Wie ich da so saß und eine Antwort schrieb, fragte ich mich warum ich eigentlich nicht starte? Alle Gründe die dagegen sprachen, hatten sich in den letzten Wochen bereits aufgelöst.

Eine handvoll Telefonate später hatte ich Jörn, Chriz und Lukas von einem 4er Team überzeugt. Allerdings versicherte mir jeder einzeln wie schlecht es um seine Form bestellt ist. Ich konnte sie aber überzeugen, dass wir nur zum Spass dort starten und es einfach ein entspannter Saisonabschluss werden soll. 24h Rennen sind ja an sich schon ne entspannte Sache ;)

Nach dem üblichen Gepäcktetris waren wir um 9 Uhr am Samstag bei strömendem Regen auf der Auto Richtung Wittenborn. Der Zeltaufbau war auch noch recht nass, dafür war es pünktlich zum Start um 13Uhr trocken.

Irgendwie hatte man mir die Startrunde aufgedrückt. Der Boden war noch sehr nass, so dass ich gerade im ersten Teil kämpfen musste, um das Rad irgendwie dahin zu bewegen wo es hin sollte. Wir hatten uns vorher schon auf einen eher konservativen 1h Wechsel geeinigt. Dies ist sicher nicht die schnellste Strategie, dafür ist sie deutlich schonender für die Fahrer.

Über den Nachmittag hinweg wurden die Rundenzeiten immer besser. Die Strecke wurde trockener, schneller und spaßiger. Bis zur Dunkelheit hatten wir unseren Rhythmus aus fahren, essen, umziehen, essen, Rad waschen, essen, schlafen, essen und wieder fahren gefunden.

Als ich um 21Uhr auf meinen nächsten Einsatz wartete, lief mir Klaus (der Veranstalter) über den Weg. Er verriet mir, dass wir zusammen mit einem anderen 4er in Führung liegen. Keine so schlechte Entwicklung, aber es war noch ein weiter Weg bis zum Ziel.

In der Nacht wurde es dann sehr ruhig auf der Strecke. Zwischenzeitlich hatten wir weniger als 3 Grad im Zelt. Da konnte auch der kleine Heizlüfter nicht mehr viel ausrichten. Dafür zahlte sich jetzt unsere schonende Wechselstrategie aus. Jeder konnte in seiner Pause problemlos ein paar Minuten in den Schlafsack kriechen und die Augen schließen. Um 6 Uhr hatte ich meinen letzten Einsatz mit Beleuchtung hinter mir. Wie sich beim Blick auf das Zwischenergebnis zeigte, sind wir mit unserer Strategie nicht schlecht gefahren. Wir konnten alle unsere Rundenzeiten fast halten und hatten uns über Nacht einen Vorsprung von 5 Runden erarbeitet.

Mit diesem Polster konnten wir die letzten Runden entspannt angehen. Um 13:02 beendete Lukas unsere 103. Runde und wir hatten Klassen- und Gesamtsieg in der Tasche.

Klaus hat wirklich eine Klasse Veranstaltung auf die Beine gestellt und ich hoffe das Rennen findet auch im nächsten Jahr wieder statt. Nur etwas wärmer könnte es dann gerne sein ;)

Am Samstag Abend ist mein Bruder extra zum Fotografieren angereist. Wer also zwischen 0 und 3 Uhr auf der Strecke war, kann Glück haben und sich hier wiederfinden. Es spielt halt keine Rolle wie das Rennen läuft, Hauptsache die Fotos sind gut :D

 

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