Norderstedt. So hiess der Austragungsort des ersten Rennens zum Stevens Cyclocrosscup 2012/2013, das ich mit Spannung erwartet habe, denn es galt zu testen, ob sich das Training im Sommer gelohnt hat.

Gemeldet hatte ich bereits vor einigen Wochen und mich seitdem darauf gefreut, wieder im Schlamm spielen zu dürfen. Der teils heftige Regen der vergangenen Tage liess auf einen eines Crossrennens würdigen Untergrund hoffen, und wir wurden nicht enttäuscht.

Leider liess sich auch im Verlaufe der Anreise nach Norderstedt der Regen wieder blicken, verzog sich jedoch größtenteils vor meiner Ankunft.

Im Wald traf ich zunächst auf Chriz, der sein Rennen noch vor sich hatte, dann auf Anke, die bereits fertig war…meine Frage nach dem Spaßfaktor und einer möglichen Fortsetzung wurde sinngemäß mit „…da muss ich mir wohl auch so ein Rad kaufen…“ beantwortet. Man darf also auf mindestens drei kivelo-Fahrer bei den kommenden Rennen hoffen.

Der Rest war wie immer, Startnummer holen, umziehen, kurz auf die Rolle und dann nochmal auf die Strecke…ganz schön viele Wurzeln, teils lose Passagen, ein wenig Waldautobahn und immer wieder Wurzeln, die mich auf der Einfahrrunde noch ganz schön beschäftigten…dazu 2 Holzhindernisse, eine kurze Treppe und ein Baumstamm, die einen zum Absteigen zwangen.

Recht pünktlich wurden wir zum Start aufgerufen, dank meiner Vorjahresplatzierung und der Abwesenheit einiger vor mir Platzierter konnte ich gleich mal aus der ersten Reihe starten, stand jedoch ungünstig ganz rechts. Der rechte Fuss wollte dann auch nicht sofort ins Pedal und so ging ich als 5ter in die erste Kurve und konnte mich auf diesem Platz im Verlauf der ersten Runde auch ganz gut halten. 2 Fahrer haben mich dann noch aus eigener Kraft überholen können, bevor ich drei weitere Konkurrenten sturzbedingt passieren lassen musste. Die Innenkurve war da also doch keine so gute Idee…

Insgesamt 5 Runden waren zu absolvieren und ich konnte mich um Platz 11 herum festsetzen, mit einer 4er Gruppe vor mir, deren Tempo ich halten konnte. So richtig ranfahren war leider nicht drin, dafür sind aber auch die beiden Fahrer hinter mir nicht an mir vorbeigekommen.

In der vorletzten Runde konnte ich dann einen vor mir liegenden Fahrer überholen und auch der Abstand nach hinten hatte sich etwas vergrößert, so dass eine Top-Ten Platzierung machbar sein sollte wenn nichts Unvorhergesehenes mehr passiert. Die letzten anderthalb Runden habe ich dann im Gegensatz zu dem vor mir liegenden Fahrer auch sturzfrei überstanden, somit also Platz 9 von 27 Startern.

Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass da noch ein wenig Luft war, und ich beim nächsten Rennen schneller anfahren sollte. Vielleicht kann ich mich dann eher an die etwa gleichschnellen Fahrer dranhängen und mein Glück in technischen Passagen suchen. Im Vergleich zum Vorjahr hatte ich den Eindruck, dass auf einem höheren Niveau gefahren wurde. Auch die Starterzahlen in der Hobbyklasse sind wieder erfreulich hoch, so dass ich auf eine spannende und abwechslungsreiche Saison hoffe.

Das nächste Rennen findet in 3 Wochen in Hamburg-Horn statt, bis dahin gilt es, noch ein paar Intervalle zu fahren und vor allem den Start und die ersten 2 Runden zu verbessern…

 

Title inspiration thanks to David Morrell.

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