Archiv für Mai 2013

Das waren so ungefähr meine Gedanken als der Forstweg unter mir sich langsam in eine verschwommene graue Masse verwandelte und der Pulsmesser fröhlich blinkte. „Jetzt nur keine Schwäche zeigen. Du schaffst das!“ Also flogen wir weiter durch den Wald bis zur ersten Pinkelpause, wo ich ein wenig verschnaufen konnte.

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Wir, das waren Felix, Lukas und ich. Und wir waren nicht etwa bei einem Marathon oder CC-Rennen, sondern auf dem Weg nach Preetz um dort mit Jörn eine ‚ganz normale’ Trainingstour im Kieler Umland zu absolvieren. Eigentlich hätte ich mir denken können, dass die Tour etwas anstrengend sein würde. Schließlich waren alle kivel:o) 24h-Fahrer aus Wittenborn vertreten und noch dazu im Racing-Trikot. Das konnte nur in eine Vollgasorgie ausarten…
Als wir in Preetz ankamen zeigte mein Pulsmesser dann einen Durchschnittspuls von 162bpm an. „Nun beginnt der gemütliche Teil der Runde.“ hörte ich mich sagen. Aber weit gefehlt. Beschwingt vom Harz führte Jörn unsere Gruppe zügig über seine Hometrails inklusive ein paar neuen Abschnitten durch die nähere und weitere Umgebung von Preetz. Dabei stieg unsere Durchschnittsgeschwindigkeit von der Anfahrt sogar noch weiter an, denn Jörn drückte mächtig auf die Tube. Irgendwann hatten wir uns dann aber eingependelt und fuhren mit einem fetten Grinsen auf dem Gesicht weiter. Eine sehr schöne Runde, denn ich war schon lange nicht mehr in dieser Gegend unterwegs. Das Wetter spielte auch mit und ließ die Rapsfelder in einem hellen Gelb erstrahlen. Was ein Genuss! Leider lagen an vielen Stellen die Überreste der ‚Vatertagstouren‘ und machten nicht nur mich nachdenklich, was der ganze Mist überhaupt soll. Die schönen Trails waren da eine willkommene Abwechslung. Gegen Ende hin machten wir dann noch einen Boxenstopp bei Feinkost Albrecht. Lukas brauchte dringend neuen Wasservorrat, weil sein Getränkehalter sich schon vor der Tour verabschiedet hatte. Wir Anderen nutzen dann gleich die Gelegenheit um uns mit Cola und Snickers für die letzten Kilometer zu stärken. In Raisdorf trennten wir uns dann wieder von Jörn. Er fuhr zurück nach Preetz und wir anderen machten uns auf nach Kiel. Dort hatte ich dann knappe 90km auf dem Tacho, uff. Kein Sturz, keine weiteren Defekte, dafür aber die Erkenntnis, dass selbst das ausgeklügelste Smartphone keinen Selbstauslöser hat…

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Tag 2 : 2.Mai

Karsten wollte heute eine Tour zuende fahren, die er im letzten Oktober wegen schlechten Wetters abbrechen musste. Wir haben die Bikes also in und an die Autos verfrachtet, sind grobe Richtung Andreasberg gefahren und haben uns auf einem Parkplatz am südlichen Ende des Oderteiches getroffen. Damit waren die ersten 200 hm schon mal geschafft … ;-)

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Zum Einrollen führte die Strecke südwärts auf einem Geröllweg leicht bergauf … war gar nicht so schlecht, so wurde einem wenigstens schnell warm … auch heute waren die Temperaturen nicht gerade sommerlich. In leichtem Auf und Ab ging es dann auf Schotterpiste und schließlich im Singletrail weiter.

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Der nun folgende Trail bergab darf getrost als etwas schwieriger befahrbar bezeichnet werden, ich selbst habe den größten Teil geschoben. Der Untergrund was zwar relativ trocken, aber die Steine machten das Ganze holprig, enge sowie steile Spitzkehren kamen noch dazu … (Eintrag ins Notizbuch, ich muß dringend an meiner Fahrtechnik feilen) :-)

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Unten erreichten wir den Fuß einer Klippe, an der Barney Geröllheimer seine helle Freude gehabt hätte …

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Die Weiterfahrt bot etwas Erholung, es ging horizontal am Berg entlang über eine Wiese an umgelegten Tannen vorbei. Ich liebe diesen Geruch von frisch geschlagenem Holz … :-)

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Bei der richtigen Linienwahl war die anschließende kleine Abfahrt über einen Wurzelteppich gut fahrbar …

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Wir hatten St. Andreasberg nördlich gestreift und waren nun auf dem Weg zu den Hahnenkleeklippen, die Erstbefahrung einer übrig gebliebenen Schneewehe misslang mir allerdings … keine Traktion mehr am Hinterrad, und der Schnee war einfach zu tief für mich … :-)

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Gut, daß wir an den Hahnenkleeklippen eine Pause einlegen konnten … die Aussicht war trotz diesigem Wetter ganz nett … und endlich war mal wieder Zeit ein bißchen zu labern … ;-)

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Nach der Pause radelten wir weiter Richtung Norden, über Königskrug auf Forstpiste bergauf. So allmählich kamen wir wieder über 800 mtr. und es wurde ziemlich neblig …

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An der Achtermannshöhe hat Andy sich von uns getrennt, weil ihm die Erkältung doch zu schaffen machte, und ist wieder Richtung Altenau gefahren. Ich hatte noch einen Moment überlegt ob ich auch abkürzen sollte, aber ich war heute irgendwie besser drauf als am ersten Tag, und so bin ich weitergefahren. Im Nachhinein eine gute Entscheidung … :-)

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Abwärts ging es erstmal über tote Bäume wo sich Kolja’s Vorderreifen mit dem weichen Untergrund derart verbissen hatte, daß ihn sein treuer Gaul über den Lenker abgeworfen hat … nix passiert dank vorbildlicher Abrolltechnik und weichem Waldboden … 8-)
Danach ging’s in einen klasse Downhill, ca. 2 km und 200 Tiefenmeter immer an der rechten Seite der Großen Bode entlang. Fahrtechnisch eigentlich keine große Herausforderung, aufgrund des nassen Untergrundes und einiger Spurrinnen manchmal aber doch nicht so ganz ohne … Natürlich könnte man ja auch langsamer fahren … aber was red‘ ich da denn schon wieder … :-)
Leider hatten wir in unserem Abfahrtswahn gar nicht mitbekommen, daß Till eine Reifenpanne hatte, so mussten wir die halbe Strecke wieder bergauf treten um nachzuschauen … selber schuld wenn man die Hinterleute nicht im Blick hat. Karsten hatte sogar eine CO2 Patrone spendiert, und damit Väterchen Frost wieder heraufbeschworen …

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Gleichzeitig gibt’s aber auch Schlimmeres, so konnten wir die Abfahrt eben nochmal geniessen … 8-)

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Unten auf 600 mtr. angekommen sammelten wir uns an der Brücke über die Große Bode, schließlich wollten wir noch auf den Wurmberg rauf …

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Vorbei an einer Übungsschanze ging beinahe der ganze Anstieg hoch auf Teer, die Steigung war gerade noch moderat, so daß ich mit meiner Übersetzung ganz gut klar kam. Ganz oben wurde es allerdings mal so richtig neblig, und küüüüühl …

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Oben auf dem Wurmberg wird gebaut, hoffentlich keine Parkplätze oder ähnliches …
Wir haben uns dort nicht lange aufgehalten, sondern schnell ne Windjacke angezogen und sind dann hintenrum den Berg wieder runter, Karsten wollte auf die Downhillstrecke. Zuerst hatten wir ihn fast aus den Augen verloren, obwohl er nur ein paar Meter weg war, der Nebel war einfach zu dicht … aber man kann sich auch mit Rufen ganz gut orientieren … :-)
Da uns der offizielle DH Startpunkt zu heftig erschien, haben wir einen anderen Einstiegspunkt weiter hinten gewählt, in der Nähe der Rollerstrecke. Im Moment ist dort der ganze Boden aufgerissen, ich denke aber, das wird wieder gerichtet.

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Wir haben also ein kleines Stückchen geschoben und dann den Einstieg in den Trail gefunden.

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Die Strecke geht die ganze Zeit auf der linken Seite des breiten Weges den Wurmberg wieder runter. Auf der rechten Seite sind weiter unten sogar teilweise Northshore Brettertrails gebaut worden, macht bestimmt auch Spaß …
Wir haben aber die Wurzeltrails auf der linken Seite genossen, bis auf ein paar Meter alles super fahrbar, auch für Normalos wie wir … ;-)

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Der Trail macht einfach nur Laune und ist definitiv die Höhenmeter zum Wurmberg wert ! Der Downhill steht schon auf der Wunschliste für den nächsten Harzaufenthalt … 8-)

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Unten am Wurmberg gabs ein kleines Riegelpäuschen und dann sind wir im Norden von Braunlage wieder gen Westen geradelt, später Richtung Süden. Ein paar Kilometer hinter Braunlage gab es nochmal einen tollen Downhill rechts neben der B27. Der Untergrund war zwar matschig und von Baustellenfahrzeugen zerfurcht, hat mir aber trotzdem jede Menge Spaß gemacht ! Später wurde der Weg steiniger und war mit Laub und trockenem Geäst bedeckt, mit der richtigen Geschwindigkeit alles fahrbar … ;-)
Klasse !

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Leider hatten wir ja unsere Autos auf ca. 700 mtr. geparkt, d.h. es ging jetzt erstmal wieder nach oben :-(
Erst auf Teer, später auf Piste, aber immer moderat …

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Ob einigen Leuten die Höhenluft wohl nicht so gut bekommen ist, irgendwie traten da Wahnvorstellungen an den Tag … :-)

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Das letzte Stückchen zurück ging es entspannt auf wohlbekannten Hinwegen von heute morgen. Till war, wie wir alle denke ich, aber auch froh, als wir wieder an den Autos waren … ;-)

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Die Tour hat super Laune gemacht und hat, bei mir zumindest, konditionell ganz gut gepaßt … viel mehr hätte es allerdings auch nicht sein dürfen … 8-)

Till hatte heute seinen letzten Tag, weil er leider wieder arbeiten musste, also sind wir alle zur Feier des Tages abends zum Schnitzelkönig nach Lautenthal gefahren … war wie immer klasse und ein super Ausklang des Tages !

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Tag 0 und Tag 1 : 30.April und 1.Mai

Same procedure as last year, Mrs. Sophie … na klar, James !

Wie jedes Jahr hatten wir wieder eine Harzausfahrt geplant, langes Wochenende über den 1. Mai …
Wir, das sind Chriz, Kolja, Tim, Till, Karsten, Andy und ich. Alle mussten am Dienstag noch arbeiten, so daß wir uns erst abends gegen 10 Uhr in unserem Quartier in Altenau getroffen haben.
Bei Gelaber, Bier und Gummitierchen haben wir fast in den 1. Mai reingefeiert … Karsten hatte übrigens noch ein liegengebliebenes Trikot gefunden, so daß Andy zum ‚quasi‘ ersten aktiven Passiv-Kivelomitglied ernannt wurde …

Für kivelo Verhältnisse saßen wir am nächsten Morgen relativ zeitig am Frühstückstisch, der gedeckt war mit einem bunten Sammelsurium an Aufschnitten und Brotaufstrichen, wahrscheinlich alles gefunden in heimischen Kühlschränken und Vorratskammern … für jeden was dabei …
Als dann die obligatorischen letzten technischen Einstell- und Wartungsarbeiten erledigt waren (u.a. Kettenblatt-, Ritzel- und Kettenwechsel bei einem gewissen Scott aus Kunststoff) konnte es losgehen …

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Wir sind erstmal runter in den Ort (natürlich ganz standesgemäß über diverse Treppen), weil wir uns noch bei der Kurverwaltung anmelden mussten …
Eigentlich wussten wir gar nicht so genau wo es heute langgehen sollte, also sind wir erstmal den Eichhörnchenweg Richtung Okerstausee geradelt. Danach ging es ca. 200 hm steil bergauf bis zum Jugendwaldheim Ahrendsberg. Hier haben wir uns aufgeteilt, weil Andy und ich keine Lust auf die Serpentinen beim Jägerstieg hatten (und auch keinen Bock auf die damit verbundenen Extrakilometer).

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Wir sind also weiter geradeaus und auf Forstpiste bis zur Käste, und weiter zur ‚Hexenküche‘. Hier wollten wir uns mit dem Rest wieder treffen. In der Zwischenzeit konnten wir Kletterer beim Üben beobachten …
Als der Rest der Truppe ca. 20 Minuten später eintraf, gabs erstmal was zu Futtern, danach gings weiter.

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Hinter der Hexenküche ging es einen steilen Wurzeltrail runter, an der ‚Mausefalle‘ vorbei einen schönen Trail weiter abwärts Richtung Romkerhalle.

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Oberhalb haben die anderen sich wieder von uns getrennt, weil diese noch ein paar Kilometer mehr zurücklegen wollten. Andy und ich sind nach dem Romkerwasserfall ein Stück am Hang entlang und dann einen flowigen Downhill runter bis zur Straße gefahren. Von da aus ging’s bergauf Richtung Okerstausee, wo wir von einer Gruppe Rennradfahrer plattgemacht wurden … :-)

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Ohne besonders viele Höhenmeter sind wir dann um den Okerstausee herum wieder Richtung Altenau gefahren. Das Wetter war zwar relativ kühl, aber trocken von oben, und auch die Trails waren zum größten Teil alle abgetrocknet. Beste Voraussetzungen für genialen Trailspaß die nächsten Tage …

Abends sind wir runter ins Dorf und haben in einem der wenigen Stammlokale was zu Essen eingeworfen …

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